75 Jahre Bürgerverein Köln-Roggendorf/Thenhoven

Vor 75 Jahren, am 14. Juli 1951, wurde der Bürgerverein in Roggendorf/Thenhoven mit großer Mehrheit gegründet. Als erster Vorsitzender fungierte Heinrich Gießenkirchen. Der erste Vorstand bestand aus 13 Mitgliedern, die bereits damals vielfältige Aufgaben übernahmen – von der Koordination der Müllentsorgung bis hin zur Unterstützung der Gleichberechtigung von Frauen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Themen angegangen, darunter die Leichenhalle, der Autobahnausbau, die Zugverbindungen oder der Bau einer Pferderennbahn. Nicht alle Vorhaben ließen sich unmittelbar erfolgreich umsetzen; manche erforderten über 30 Jahre Beharrlichkeit, wie etwa der Ausbau der Umgehungsstraße Worringer Landstraße.

Über die vielen Jahre hinweg hat sich der Vorstand zwar immer wieder gewandelt, doch die Grundwerte sind stets gleich geblieben: „Wir sind ein

unpolitischer, neutraler Verein mit dem Ziel, unserer Heimat eine Stimme zu geben. Wir setzen uns dafür ein, bei der Politik gehört zu werden, um die Lebensqualität in unserem Doppeldorf stetig zu verbessern. Mit über 300 Mitgliedern sind wir heute der größte Verein in Roggendorf/Thenhoven.“, so Tobias Esser, derzeitiger Vorsitzender des Bürgervereins.

Zu Beginn des Jahres 2026 trat der Vorstand zu einer Versammlung zusammen, um über die Gestaltung des 75-jährigen Jubiläums zu beraten. Schnell herrschte Einigkeit darüber, dass dieses Ereignis als großes Familienfest gefeiert werden soll.
Am 3. Oktober fand die Feier schließlich auf dem Sportplatz des SSV Roggendorf/Thenhoven statt. Für die Kinder organisierte der Bürgerverein Kinderschminken, Hüpfburgen, Ponyreiten und Torwandschießen, während die Freiwillige Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug für Aufsehen sorgte.

Das Programm auf der Bühne begann mit dem Spielmannszug RoThe. Der 1. Vorsitzende, Tobias Hasenäcker, begrüßte die Anwesenden und hielt einen Rückblick auf die Geschichte des Bürgervereins über die verschiedenen Jahrzehnte hinweg. In diesem Zusammenhang bedankte sich

Tobias Hasenäcker herzlich bei Frau Agnes Esser, die ihn bei der intensiven Recherche zur 75-jährigen Vereinsgeschichte tatkräftig unterstützt hatte.

Nach dem offiziellen Teil wurde es musikalisch: Die Zumba-Tanzgruppe MiRitmo präsentierte mehrere einstudierte Choreografien. Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen 23 Grad tanzten bereits einige Besucherinnen begeistert mit. Das Jubiläum war sehr gut besucht. Auch nach dem Zumba-Auftritt sorgte die Band Wojus aus Worringen für beste Stimmung und spielte ein breites Repertoire von Rock und Pop bis hin zu kölschem Musikgut.

Während des Festes stellte sich zudem die Caritas aus Worringen vor. Sie brachten ihre Rikscha mit und fuhren die Besucher über das Gelände des Sportplatzes. Parallel dazu machte ein Oldie Mobil auf die Angebote aufmerksam, die sicherstellen, dass auch ältere Mitmenschen, die beispielsweise Hilfe beim Einkaufen oder bei Arztterminen benötigen, nicht allein gelassen werden.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Wurst, Pommes, Reibekuchen, Popcorn, Kuchen und verschiedene Getränke ließen keine Wünsche offen. Am späten Nachmittag neigte sich die Feier dem Ende zu. Tobias Hasenäcker sprach seinen Dank an alle fleißigen Helferinnen und Helfer aus dem Vorstand, den ehemaligen Vorständen sowie an Familien und Freunde aus, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass dieses Jubiläumsfest ein voller Erfolg wurde.


WorringenPur.de/13.10.2026
Bericht: Tobias Hasenäcker
Fotos: Julia Witzorek
Redakt. & digitale Bearbeitung: Matschkowski