Ortsbesichtigung in der Rheinaue
OB Reker & Landtagskandidaten folgten der Einladung der „BI Unser Worringen“

Worringen
Im Rahmen der Landtagswahlen NRW hat die
„Bürgerinitiative (BI) Unser Worringen“ im kleinen Rahmen die Spaziergänge mit Politikern durch die Rheinaue Worringen wieder aufgenommen. Zu Besuch waren Lena Teschlade (SPD), Thomas Welter (CDU), Friedericke Scholz

(Die Grünen), Yvonne Gebauer (FDP). Es wurden mit allen Politikern gute und offene Gespräche geführt und man wollte die BI dabei unterstützen, nach nunmehr fast drei Jahren der Beweidung, die Möglichkeit zu erhalten, an einem Runden Tisch mit allen Beteiligten der Beweidungsmaßnahme teilnehmen zu können.

Am 13. Mai 2022 besuchte auch –durch Unterstützung von Herrn Welter– Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Rheinaue in Worringen. Leider war sie aufgrund eines Anschlusstermins etwas in Zeitdruck, sodass die „BI Unser Worringen“ nur die wichtigsten Themen ansprechen konnte.
Bei dem Spaziergang zur Beweidungsmaßnahme konnte sich Frau Reker dann vor Ort auch einen Eindruck über die gesamte Einzäunung der Beweidungsmaßnahme machen, die nicht nur nach Meinung der BI in der bisher ausgeführten Form (extensive Beweidung mit Großvieh) nicht den gewünschten Erfolg bringt, denn lt. einem Gespräch mit einem Biologen, befindet sich der zu schützende Wiesenpieper nicht mehr im Gebiet der Beweidungsfläche. Diese Erkenntnis hat dann wohl auch dazu geführt, dass man jetzt innerhalb der Beweidungsfläche mehrere Flächen in der Größe von 10 x 10 m ausgezäunt hat, um so evtl. mehr Nistplätze und einen besseren Bruterfolg zu erreichen.

Das schon seit 2019 von der Autobahn GmbH auszuführende Monitoring der Beweidungsfläche, welches auch in der Bezirksvertretung Chorweiler bereits mehrfach angefordert wurde, liegt bisher immer noch nicht vor. Frau Reker wollte sich diesbezüglich mit der Autobahn GmbH in Verbindung setzen, auch bezüglich des Runden Tisches wird sie mit der Verwaltung das Gespräch aufnehmen.

Die “Bürgerinitiative Unser Worringen” wies die Oberbürgermeisterin ebenfalls darauf hin, dass mittlerweile eine Verbuschung im Uferbereich besteht, die eigentlich durch die Beweidung vermieden werden sollte. Mittlerweile gibt es jetzt die für Mensch und Tier giftigen Pflanzen Jakobskreuzkraut, Herkulesstaude und Riesenbärenklau im Naturschutzgebiet. Diese giftigen Pflanzen wurden von der BI bereits mehrfach seit 2021 bei der Stadt Köln gemeldet, aber bisher wurden sie leider noch nicht entfernt.

Es bleibt nun abzuwarten, ob von Seiten der Politiker und von Frau Reker dieses Mal wirklich eine Unterstützung der „BI Unser Worringen“ erfolgt.


WorringenPur.de/17.05.2022
Bericht: Hannelore Ronkartz
Fotos: Evelyn Dieterich & Claudia Schülgen
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski