SPORT/FUßBALL
Über Hase und Igel, Sicherheit und fehlendem Glück
TuS 05 Oberpleis e.V. - SG Köln-Worringen I 3:1 (1:1)
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Gut 65 km vor Köln liegt Oberpleis. Dort, wo sich Hase und Igel noch gute Nacht sagen, wird seit Jahren Landesliga gespielt. Oberpleis ist der Saison-Auftakt geglückt, gewann man doch zweimal 3:1 gegen Aufsteiger. Und jetzt kam mit Worringen der dritte Aufsteiger in Folge.

Worringen konnte nicht schlechter in die Saison starten. Bei SC Borussia Lindenthal Hohenlind wurde man mit 5:1 regelrecht überlaufen und zuhause verlor man gegen F.V. Bonn-Endenich 1908 e.V. eher unglücklich. Aber man verlor und hat so null Punkte auf der Haben-Seite. Zuletzt SG Worringen 1.ging es auf den weiten Weg nach Oberpleis und man hatte sich einiges vorgenommen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft war gut, ohne Frage, und so ging man positiv eingestellt auf den Platz.

Angenehme 16 Grad und leichter Regen. Fritz Walter hätte es geliebt … Der Ball war schnell und Worringen spielte von der ersten Sekunde an sein Spiel und man sah, dass hier und heute auch was drin gewesen ist: 12te Minute und Guliano Pfeiffer netzte zum 0:1 für Worringen ein. Danach spielte Worringen weiter und Oberpleis spielte munter mit und ab der 30ten Minute wurde die Heimmannschaft immer stärker. Was war mit Worringen los? Irgendwie fühlte man sich zu sicher und realisierte nicht, dass man förmlich um den Ausgleich bettelte. Die Marschroute war auf einmal völlig verschwunden und so kam es, wie es kommen musste und in der 38ten Minute machte Nils Lokotsch das 1:1. So ging es dann auch in die Halbzeit. Hängende Köpfe bei den Spielern, die gerade selber nicht wussten, was geschehen war.

In Halbzeit zwei spielte Tim Miebach nicht mehr mit. Der 5-Tore-Mann der Oberpleiser musste raus. Worringen schaltete wieder einen Gang zu und kam zu Gelegenheiten und Standards. Aber es gelang nichts mehr. Und wie es meistens so ist, wenn man vorne nicht trifft, dann klingelt es hinten. Oberpleis zeigte das in der 66ten Minute und ging 2:1 in Front. Worringen gab sich nicht auf, wollte den Ausgleich und spielte gegen 11 Gegner, Regen und die Uhr. Am Ende war es, wie gegen Bonn, man war stehend KO und fing sich mit dem Schlusspfiff das 3:1 ein. Wieder ein Spiel ohne Sieg und ohne Glück aber mit dem Willen, mehr holen zu wollen. Es wird eine schwere Saison.


WorringenPur.de/12.09.2019
Bericht & Foto: mit freundlicher Unterstützung der SG
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski