Flüchtlingsfragen im Kölner Norden
Der erste Runde Tisch traf sich zum Erfahrungsaustausch und zur Problemlösung

Geflüchtetenarbeit bündeln – das ist die Aufgabe, die sich aus der Erfahrung einiger Jahre ergeben hat. Gemeinsam mit Bürgeramtsleiter Engelbert Rummel wird Cornelia Abels in ihrer Funktion als Ehrenamts-Koordinatorin genau dafür am „Runden Tisch“ sorgen: Strukturen schaffen und Doppelstrukturen vermeiden.

Unterstützung erhalten hierdurch die ehrenamtlich Tätigen, die sich in der Geflüchteten-Arbeit vor Ort in den einzelnen Stadtteilen des Bezirks Chorweiler engagieren und auch die Hauptamtlichen werden davon profitieren. Die Geflüchteten selbst erhalten unkonventionelle Hilfestellungen bei ihren Fragen und Problemstellungen.

Die Fragen und Problemstellungen der Geflüchteten sind in den fast sechs Jahren nach 2015 nicht weniger geworden. Vielleicht etwas anders… Insbesondere auch der Umgang mit der weltweiten Corona-Pandemie macht allen Beteiligten sehr zu schaffen. Während vor fünf Jahren die richtige Einschulung der Kinder und Jugendlichen schwierig war, ist es heute nicht so einfach, für die digitale Ausstattung einschließlich Drucker zu sorgen UND GLEICHZEITIG einen brauchbaren Zugang zum Internet über WLAN zu ermöglichen. Die Alternative ist leicht erkennbar: Wer diese Voraussetzung für den heute ganz normalen Schulalltag nicht erfüllen kann, wird das Klassenziel nur sehr schwer oder nicht erreichen können! Hier bedarf es noch einiger Anstrengungen seitens des Wohnungsamtes, um den vielfach benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu helfen. Denn erst der digitale Austausch ermöglicht eine Hilfe von Seiten der engagierten Helfer, die sich zurzeit wegen Corona nicht direkt mit den Kindern und Jugendlichen treffen können bei der Lern-Unterstützung.

Die wichtigsten Akteure rund um die Zusammenarbeit zur Lösung von Problemen in der Arbeit für und mit den Geflüchteten im Kölner Norden werden zusammengebracht. Man trifft sich am „Runden Tisch für Geflüchtetenarbeit im Bezirk Chorweiler“. Ehrenamtlich engagierte, Heimleitungen, Jugendpfleger, Vertreter des Bürgervereins Roggendorf/Thenhoven, der Interkulturelle Dienst (IKD), die Sozialraumkoordination, religiöse Gemeinschaften, die Aktion Neue Nachbarn (ANN), das Forum für Willkommenskultur, die zuständigen Ämter der Stadt Köln und etliche Vertreter weiterer Institutionen kommen zusammen. Sie stellen ihre Projekte vor, diskutieren miteinander und mit Verantwortlichen der Verwaltung, erfahren Neuigkeiten aus Erster Hand, erhalten wertvolle Tipps zu denkbaren Problemlösungen.

Der erste Runde Tisch konnte noch von den zuständigen Akteuren Cornelia Abels (SkF, Ehrenamtskoordination), Nicole Ecken (Stadt Köln, Ehrenamtskoordination bis 31.12.2020) und Engelbert Rummel (Bürgeramtsleiter Bezirk Chorweiler) nach den Corona-Regeln im Bezirksrathaus organisiert werden. Bis auf weiteres trifft man sich jetzt digital mit gleicher Zielrichtung und hat dabei gute Erfahrungen machen können.

Erfahrungsaustausch und das Sammeln von Ideen sind zwei Stichworte, die bei der Arbeit helfen. Das bessere Kennenlernen und die Vernetzung mit Gleichgesinnten – auch über die Grenze von Chorweiler hinaus - bringen dabei ganz neue Erkenntnisse und Lösungsansätze für eine effektive, wirkungsvolle Arbeit für und mit Geflüchteten. Der neue Runde Tisch für Geflüchtetenarbeit im Bezirk Chorweiler wird dazu einen Beitrag leisten.


WorringenPur.de/08.02.2021
Bericht & Foto: Hans-Bernd Nolden
Aktualisierung zum Foto: Aufnahme vom 08.09.2020
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski