Rheinfähre „Fritz Middelanis“ durch Treibgut beschädigt
Bis Freitag wird die Fähre zunächst nicht in Betrieb sein

Die Rheinfähre „Fritz Middelanis“ musste am gestrigen Mittwochmorgen (5. Februar 2020) kurzfristig ihren Betrieb zwischen Köln-Langel und Leverkusen-Hitdorf einstellen. Grund dafür ist, dass einer der vier Antriebe der Fähre durch Treibgut beschädigt wurde.

Wahrscheinlich ein Baumstamm hatte bei einer Überfahrt die Schraube eines Motors getroffen. Weil dabei ein Schraubenblatt erheblich verbogen wurde, konnte die Fähre ihre Fahrt nicht fortsetzen. Die „Fritz Middelanis“ legte am Ufer an. Dort wurde der Schaden inspiziert und die defekte Schraube ausgetauscht.


Die Rheinfähre „Fritz Madelaines“ hat zurzeit den Betrieb eingestellt.


Aufgrund des Hochwassers führt der Rhein viel Treibgut mit.


Die beschädigte Schiffsschraube

Aufgrund des Hochwassers muss das Schiff aber nach der Reparatur noch weiter pausieren. „Im Rhein ist zurzeit sehr viel Treibgut unterwegs. Das hängt damit zusammen, dass es im Jahr 2019 kein Hochwasser gab. Durch den hohen Wasserstand werden jetzt die Uferbereiche freigespült, so dass das Treibgut mitgerissen wird. Zum Teil sind ganze Bäume im Rhein sichtbar“, erklärt Norbert DiRaimondo, Geschäftsführer der „Rheinfähre Köln-Langel / Hitdorf GmbH“. „Aufgrund dieser Bedingungen haben wir uns dazu entschlossen, den Fährbetrieb vorerst auszusetzen, da wir der Sicherheit der Fahrgäste und der Mitarbeiter verpflichtet sind“, so DiRaimondo weiter.

Bis Freitagmittag (7. Februar 2020) wird die Fähre zunächst nicht in Betrieb sein. Laut Prognosen soll der Rheinpegel dann wieder sinken. Nach einer Überprüfung der Situation wird dann entschieden, ob der Verkehr wieder aufgenommen wird oder ggf. weiter ausgesetzt bleibt.

Zur Rheinfähre Fritz Madelaines:
Im Norden Kölns bei Rheinkilometer 705,3 bietet die Auto- und Personenfähre “Fritz Madelaines” eine zuverlässige und schnelle Verbindung zwischen Köln-Lange und Leverkusen-Hit Dorf. Sie befördert Menschen, Fahrräder, Motorräder, Pkw und Lieferwagen sowie Lkw, Busse und Landmaschinen bis zu einem Gewicht von 32 Tonnen über den Rhein.
Die Fähre verkehrt an 362 Tagen im Jahr und wird als Alternative zur Leverkusener Autobahnbrücke geschätzt, welche von Fahrzeugen ab 3,5 Tonnen nicht mehr passiert werden darf. Die Zufahrt erfolgt linksrheinisch über die Straße „Hit Dorfer Fahrweg“, rechtsrheinisch über die „Fährstraße“ (L43). Betrieben wird die Fähre von der „Rheinfähre Köln-Lange/Hit Dorf GmbH“, an der die HGK und die Stadt Leverkusen zu gleichen Teilen beteiligt sind. Durchgeführt wird der Betrieb dur
ch die HGK.



WorringenPur.de/06.02.2020
Bericht: & Fotos: HGK AG
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski