Roggendorfer Wohnheim: Vor Eröffnung anderweitig verplant!
Neue Unterkunft für Geflüchtete soll vorerst der Corona-Quarantäne und Schutzisolierung dienen
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Roggendorf/Thenoven
Die Stadt Köln eröffnet angesichts der steigenden Zahl von Menschen, die sich mit dem Covid-19-Virus infizieren oder sich als Kontaktpersonen in Quarantäne begeben müssen, eine weitere Unterkunft zur temporären Quarantäne und Schutzisolation. Sie befindet sich in der Sinnersdorfer Straße im Stadtteil Roggendorf/Thenhoven (Bezirk Chorweiler) und ist neben der Unterkunft Erbacher Straße die zweite dieser Art.

Der Standort in Roggendorf/Thenhoven war als neue Unterkunft für Geflüchtete geplant, die ursprünglich schon 2019 belegt werden sollte, wegen mehrerer Verzögerungen jedoch bis heute noch nicht eröffnet wurde. Die neue Unterkunft wurde -ähnlich wie in Fühlingen- in Systembauweise errichtet, besteht aus fünf zweigeschossigen Doppelgebäuden und verfügt über insgesamt 63 abgeschlossene

Unterkunftseinheiten, die jeweils mit eigenem Bad und eigener Küche oder Küchenzeile ausgestattet sind. Alle Einheiten im Erdgeschoss sind barrierefrei zu erreichen.
„Dieser Standort ist vorübergehend insbesondere für Menschen gedacht, welche nicht in ihrer eigenen Unterkunft unter Quarantäne gestellt werden können. Dies sind beispielsweise Geflüchtete, welche in ihrer bisherigen Unterbringungsform über Gemeinschaftsküchen oder -sanitär verfügen, und nicht ausreichend isoliert werden können oder gerade nach Köln gekommen sind und noch keinen Gesundheitscheck durchlaufen konnten. Die Betreuung der dort in Quarantäne befindlichen Personen, insbesondere die Versorgung mit Lebensmitteln, wird von Fachkräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übernommen. Ein Sicherheitsdienst wird auf dem Gelände ständig anwesend sein“, so Vertreter der Stadt Köln.

Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme soll kurzfristig in Abhängigkeit der Unterbringungserfordernisse aufgrund der Covid-19-Pandemie in ständiger Rücksprache mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln erfolgen.

Spätere Verwendung
Perspektivisch soll der Standort dann wieder der Unterbringung von Geflüchteten dienen. Fragen zu dem Standort können Bürgerinnen und Bürger über das E-Mail-Postfach fluechtlingsfragen@stadt-koeln.de an das Amt für Wohnungswesen stellen.


WorringenPur.de/16.11.2020
Text: Heike Matschkowski mit freundlicher
Unterstützung der Stadt Köln
Beispiel-Skizzen & Fotos: Stadt Köln, Planung von 2017
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski