Nachruf Hartmut Warnke
Die Kolpingsfamilie Köln-Worringen trauert um ihren Ehrenvorsitzenden Hartmut Warnke

Tief betroffen nimmt die Kolpingsfamilie Abschied von ihrem langjährigen Kolpingbruder und Ehrenvorsitzendem Hartmut Warnke, der am 23.04.2021 plötzlich verstorben ist. 47 Jahre war Hartmut Warnke treues Mitglied und tragende Säule der Kolpingsfamilie, die er mitgestaltet und mitverantwortet hat.

Ein junger Mann aus Hagen/Westfalen, dazu auch noch evangelisch, trifft ein junges katholisches Mädchen aus Worringen, alleine diese Konstellation (evangelisch/katholisch) war auch noch in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Herausforderung. Es war vielleicht auch ein kluger Schachzug, in dem Jahr der Kolpingsfamilie beizutreten, in dem auch Hochzeit gefeiert wurde. Denn der damalige Senior der Kolpingsfamilie Köln-Worringen, heute vergleichbar mit dem 1. Vorsitzenden, war sein Schwiegervater Peter Greis. Und so hatten im Jahre 1974 gleich zwei Familien Glück: Zum einen die Familie Warnke/Greis und zum anderen die Kolpingsfamilie.

Schon nach zwei Jahren Zugehörigkeit in der Kolpingsfamilie übernahm er am 11.07.1976 das Amt des 2. Vorsitzenden. Zwei Jahre später, am 25.06.1978, wurde er zum 1. Vorsitzenden gewählt und hat das Ruder und somit die Geschicke der Gemeinschaft verantwortlich in die Hand genommen. Wiederum zwei Jahre später, es muss das Jahr seiner ersten Wiederwahl als 1. Vorsitzender gewesen sein, titelt der „Rheinische Anzeiger“ am 12. Juni 1980 mit folgender Schlagzeile: „Hartmut Warnke weiter Kolpingchef“. Weiter ist dort in fetten Lettern zu lesen: „Die Worringer Kolpingsfamilie kann seit jüngsten mit Stolz auf etwas verweisen, wovon sicherlich andere Ortsgruppen nur träumen können: eine stattliche Zahl von Jungkolpingmitgliedern. Man müsse dies einmal sehr deutlich herausstellen, denn in den meisten Fällen handelt es sich bei den Kolpingsfamilien heutzutage leider um Seniorenclubs, betonte Vorsitzender Hartmut Warnke freudestrahlend mit Blick auf seine junge Garde.“

Der jährliche „Pflanzentauschtag“ war sicherlich eines der Höhepunkte während seiner Amtszeit. Aber auch der Bildungsabend „Klassik und Wein“, den er noch bis vor kurzem durchführte, und die karnevalistischen Veranstaltungen sollen erwähnt werden. Und das ist nur ein kleiner Auszug seines Wirkens. Unter seiner Ägide wuchs die Kolpingsfamilie zu einer festen Größe der katholischen Pfarrgemeinde St. Pankratius. Er hat während seiner Amtszeit 31 Vorstandsmitglieder verschlissen und die Zahl der Mitglieder von 63 auf 94 erhöht, eine Steigerung um 49 %. Nach 24 Jahren Vorstandsarbeit, davon 22 Jahre als 1. Vorsitzender, übergab er sein Amt. Die Versammlung dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für die Kolpingsfamilie mit stehenden Ovationen. Aufgrund seiner Verdienste um die Kolpingsfamilie Köln-Worringen ernannte man ihn auf einer außerordentlichen Vorstandsversammlung am 03.07.2000 einstimmig zum Ehrenvorsitzenden. Auch danach hatte er noch hohes Interesse an seinen Kolpingern. Er war nicht nur Impulsgeber, sondern auch Initiator für viele beispielhafte Kolping-Aktionen, die seine Handschrift tragen.

Wir erinnern uns an viele gemeinsame, schöne, inspirierende und motivierende Begegnungen und Gespräche. Die Kolpingsfamilie ist ihm zu tiefem Dank verpflichtet. Wir werden ihn – der stets auch ein Herzensmensch war – vermissen.
 

Froh und glücklich machen, trösten und erfreuen
ist im Grunde doch das Glücklichste und Beste,
was der Mensch auf dieser Welt ausrichten kann.

Adolph Kolping



Text:
Tanja Schmidt / Thomas Büchel (Kolpingsfamilie Worringen)
WorringenPur.de/29.04.2021