„Apocalypso Baby“
Robert Griess makes Kabarett great again
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Worringen
Es war wieder einmal Zeit für die Revolte: Robert Griess war zu Gast bei Matheisens Montag und damit war selbstverständlich auch sein Alter Ego Stapper wieder im Einsatz. Der Hartz IV Empfänger der ersten Generation sitzt jetzt als selbst ernannter Berater auf einer Parkbank vor

dem Sozialamt und berät die durch Corona bedürftig gewordenen Antragsteller. Selbstverständlich macht er das selbstlos und kompetent. Denn wenn nicht er, wer dann kennt alle Tricks, um sich umfangreiche Leistungen zu erschleichen. 30 Semester Hartz IV müssen sich ja auch mal bezahlt machen.

Darüber hinaus war das Programm „Apocalypso Baby“ von Robert Griess überraschend politisch. Im Galopp ging es durch den Auf- und Untergang der SPD, die Abwirtschaftung der Bundeswehr und fünfzehn Jahre Kanzlerschaft Merkel. Fazit: Komische Zeiten. Natürlich konnte er auch Lichtblicke aufzeigen. Ein Meilenstein der Grünen-Politik war die Einführung des Dosenpfands und wer nicht auf sein Auto verzichten kann, der sollte einen Volvo fahren: Die Friedenstaube unter den Autos. Ein weitere großartige Idee hat Griess selber am Start: Das Projekt „Wohnpark Rheinperle“ unter der Leverkusener Brücke wird dem Leben unter einer Brücke eine völlig neue Dimension eröffnen. Wer da nicht einsteigen möchte, der darf sich auch nicht über Wohnungsnot beschweren.

„Let’s make Kabarett great again“war der Slogan des Abends und das ist Robert Griess mit seinem neuen Programm einmal mehr gelungen. Witzig, pointiert und kompromisslos konnte er das Publikum überzeugen und erntete nicht nur viele Lacher, sondern am Ende des Abends auch großen Applaus.

Am 21.09.2020 gib es einen Nachholtermin. Dann ist Gernot Voltz mit dem Programm „Pleiten, Pech und Popolisten“ zu Gast.


WorringenPur.de/14.09.2020
Bericht: Monika Zimmermann
Fotos: Wilfried Zimmermann
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski