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Neue Infotafeln in der Rheinaue QR-Codes und Audiodateien informieren über Landschaft
Zwischen Worringen und Merkenich ist fast die gesamte Rheinaue Naturschutzgebiet. Das Gelände zwischen Worringen bis Langel ist seit 1991
Naturschutzgebiet und 3,8 km lang. Hier gibt es direkt am Rhein Auenwälder, Kleingewässer mit Schilf und Röhrichten, Wiesen und Ackerland. Die alten Hinweistafeln wurden nun gegen neue Infotafeln ausgetauscht und zusätzlich wurden weitere installiert. Auf ihnen kann man einen QR-Code scannen, der auf die noch ausführlicheren Texte im Internet hinführt. Man kann sich den Text auch am Handy vorlesen lassen und dabei den Ausblick auf den Rhein genießen.
Im Jahre 2009 wurde die Fläche am Rheindeich links und rechts vom Werthweg von der HGK (Hafen und Güterverkehr Köln AG) als
Ausgleichsfläche für den Godorfer Hafen neu angelegt. 10000 Lastwagenladungen wurden weggefahren um die alten Flutrinnen wieder sichtbar zu machen. Heute wird der Pflege-und Entwicklungsplan von der Rheinenergie AG und der Biologischen Station Rhein Erft betreut. Warum und welche Pflegemaßnahmen ergriffen werden, kann man neuerdings auf der neuen Infotafel direkt am Werthweg ablesen. Einige Weiden wurden zu Kopfbäumen geschnitten, die früher mit ihren Zweigen von den Korbmachern gebraucht wurden.
Dahinter direkt am Rhein wurden vor Jahren zwei Wiesen eingezäunt und im Sommer werden sie mit knapp über 20 Glanrindern als Pflegemaßnahme beweidet und sind eine Ausgleichsfläche der Autobahn GmbH, für den Bau der Leverkusener Brücke. Der Treidelpfad darf auch über die Weide begangen werden. Die Wege, die benutzt werden dürfen, sind mit rot markierten Holzpfählen gekennzeichnet. Die Pflegemaßnahmen werden hier mit der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln und der Unteren Naturschutzbehörde abgesprochen. Hier steht besonders die Aue als Vogelparadies im Vordergrund. Der Schwarzmilan nistet zum Beispiel hier. Wenn er über die Aue segelt, ist er mit seinen 1.5 m Flügelspannweite gut zu erkennen.
Weitere Gebote finden sich auf den kleinen Zusatzschildern unter den Naturschutzschildern. Es gibt hier keine Reitwege mehr. Reiten ist im gesamten Naturschutzgebiet N4 nicht erlaubt.
Im Internet kann man unter "Naturschutzgebiete in Köln" auch Informationen über die weiteren Schutzgebiete lesen. Besonders interessant aus unserem Kölner Norden: N1 Rheinaue Langel-Merkenich, N2 An der Ziegelei (bei Fühlingen/Blumenberg) ,N3 Worringer Bruch und N21 Chorbusch. Etwas weiter kurz hinter Auweiler/Esch, vor Pulheim liegt das neueste Naturschutzgebiet N22 Baadenberger Senke, Stöckheimer See und Große Laache. Auch hier gibt, es neben drei ehemaligen Kies Seen, eine Beweidung mit drei bis fünf Heckrindern als Pflegemaßnahme ganzjährig.
Die nächste Hundefreilauffläche ist bei Langel (Fähre) am Rhein, Richtung Worringen noch vor dem Naturschutzgebiet. Zwei Schilder weisen auf den Platz. An jeder Ecke steht ein Bäumchen und die Fläche wird regelmäßig gemäht. Leider ist sie nicht eingezäunt und hat auch keine Sitzgelegenheit, und hat deshalb vielleicht so wenig Zuspruch. Eine Hundefreilauffläche direkt bei Worringen wäre wünschenswert.
WorringenPur.de/05.06.2026 Bericht und Fotos: Naturschutzwart Herbert Jansen Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski
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