Die “Nachbarn” präsentieren Blues im Haus Schlösser
Peter Nonn Blues Band überzeugt erneut das Publikum
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Worringen
Es war nicht das erste Mal, dass die „Peter Nonn Blues Band“ im Haus Schlösser spielte und auch in diesem Jahr überzeugte das Quintett seine Zuhörer mit Blues vom Feinsten. Seit 1974 ist Peter Nonn bereits im Musikgeschäft und hat in verschiedenen Blues Bands sein Können bewiesen. Bereits 1974 trat er mit der „Green Line Blues Band“ beim 1. Internationalen Blues- und Boggiefestival im großen Sendesaal des WDR auf. Zeitgleich gründete er die „Peter Nonn Blues Band“, die zunächst als Trio startete. Zehn Jahre später gründete er die Peter Nonn Blues Big Band, die bis 1996 mit bis zu rund zwei Dutzend Musikern eine musikalische Größe darstellte. In der aktuellen Band spielen in der Regel fünf Musiker, was aber nicht ausschließt, dass hin und wieder ein oder zwei Musiker hinzu stoßen.

Bei dem Quintett, das im Haus Schlösser mit Peter Nonn aufspielte, begleiteten Tom Reinke (Dobro, Mandoline, Mandole, Tenorukulele, Banjo und Gesang), Mario Di Cara (Percussion und Gesang), Ralf Grottian (Mundharmonika und Gesang) und Uwe Sönnichsen (Baritonukulele, Bass und Gesang) den Bandleader (Konzertukulele, Gitarre, Mundharmonika, Banjo und Gesang.

Mit Stücken wie „Poison Ivy“ und „On the Monday“ ging es bereits relativ flott los und hier zeigte sich schnell, dass nicht nur der Gesang stimmte, sondern auch jeder der fünf Musiker sein Instrument perfekt beherrscht. Einem instrumentalen Stück folgte „Walking Stick“, ein ruhigeres

Stück, bei dem aber Tangotänzern das Tanzbein juckte. Es war nicht das einzige Stück, das im südamerikanischen Rhythmus gespielt wurde und das anwesende Publikum begeisterte.
Bei „Walking Blues“ bewies Ralf Grottian als Sänger, dass er mehr kann als Mundharmonika spielen. Bei „Yesterday Morning“ kamen, neben dem hier sehr dominanten Bass, gleich zwei Mundharmonikas zu Einsatz. Danach wurde es mit „Friend oft he Devil“ etwas ruhiger auch das Intro von „Mercury Blues“ deutete zunächst einen besinnlichen Song an, der dann aber schnell sehr flott und rhythmisch wurde.

Nach der Pause ging es mit „Mercy me“, einem sehr ruhigen Stück weiter, bei dem nur Gitarre und Mundharmonika, bei mehrstimmigem Gesang, zum Einsatz kamen. Es folgten mit „Violent Love“ ein Liebeslied und „Mood Swing“ ein flottes Lied, in dem die Stimmungsschwankungen der Geliebten besungen wurden. Bei „Rockin Pneumonia“ wurde dann auch etwas experimentiert und

zwischendurch einfach einmal ein anderes Stück wie „Ring of Fire“ eingebaut. Textsicher waren die Zuhörer dann auch, als Uwe Sönnichsen auf dem Bass den Pipi Langstrumpf-Song einspielte. Diese Einlage war ein typisches Merkmal des Quintetts, das immer wieder zwischendurch für einen kleinen Blödsinn zu haben war. Auch kleine „Sticheleien“ untereinander und nicht ernst gemeinte Kommentare lockerten das musikalische Programm zur Freude der Zuhörer auf.

Zum Ende des Programms gab es mit dem Frikadellenlied „One meat ball“, und „Turning Boy“ noch einmal die leiseren Töne, bevor es dann bei der Zugabe mit „Mystery Train“ zunächst ganz leise mit der Mundharmonika begann, was eine langsam anfahrende Dampflok symbolisierte. Der folgende musikalische Dialog zwischen Mundharmonika und Gitarre endete in einem fulminanten Endspurt beider Instrumente, der einer unter Volldampf einlaufenden Dampflok glich. Abschluss eines musikalisch hervorragenden Abends war ein Walzer mit dem bekannten und beliebten Titel „Irene good night“, der ein letztes Mal zum Mitsingen animierte.

So hatten Barbara Herrlich und Nils Harder es erneut geschafft, im Haus Schlösser ein musikalisches Highlight anzubieten. Weiter geht es im Haus Schlösser mit „Die Nachbarn laden ein“ am Freitag, 10. Mai um 20.00 Uhr mit „Mathew James White“, einem hervorragenden Balladensänger, der zu einem der diesjährigen Höhepunkte im Haus Schlösser zählen dürfte. Karten sind im Vorverkauf im Haus Schlösser für 10,- € und an der Abendkasse für 12,- € erhältlich.


WorringenPur.de/17.04.2019
Bericht & Fotos: Jakob Mildenberg
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski