„Uns stinkt’s“: Demo am Samstag, 29. Januar
Gegen Klärschlammverbrennung im Kölner Norden
Aufstellungsort: Parkplatz am Nippeser Tälchen in Nippes, um 10:30 Uhr

Merkenich/Kölner Norden
Die Stadt Köln und die Stadtentwässerungsbetriebe haben den Bau einer großen Klärschlammverbrennungs- und Trocknungsanlage nebst Fahne kann über die Webseite erworben werdenweiterer Anlagen in Köln-Merkenich beschlossen – direkt neben einem Naturschutzgebiet, einem Kinderspielplatz und Fußballplatz. Um das geplante Kraftwerk herum liegt ein dichtes Wohngebiet. Künftig sollen dort 156.000 Tonnen Klärschlamm aus dem gesamten westlichen Rheinland getrocknet und verbrannt werden.

Der Kölner Norden trägt schon extrem große Belastungen! Nicht nur die sich ständig vergrößernden Industriestandorte, die unsere Luft verschlechtern und zunehmend Lärm- und Lichtemissionen verursachen, belasten den Kölner Norden, es gibt etliche Beispiele, dass die Stadt den Kölner Norden als Stiefkind behandelt. Es reicht! Die Merkenicher und der Kölner Norden wollen keine zusätzliche Klärschlammverbrennung, sie wollen u.a.:

  • Keine Gesundheitsgefährdung durch Schadstoffe und Feinstaub in der Atemluft!
  • Keinen Anstieg der Verkehrsbelastung mit ca. 11.000 LKW-Fahrten/Jahr!
  • Keinen Gestank durch Klärschlammtrocknung und Entladung

Diese Planung für den Bau einer großen Verbrennungsanlage und damit einhergehendem zusätzlichem Lkw-Verkehr, Luftverschmutzung lehnen die BürgerInnen in Merkenich als unmittelbar betroffene Anwohner und Bewohner des Kölner Nordens vehement ab. „Darin werden wir von nahezu allen Bürgervereinen des Kölner Nordens sowie weiteren Bürgervereinen aus dem Stadtbezirk Nippes unterstützt“, betont Bruno Klais vom Bürgerverein Merkenich.

Um der Ablehnung größeren Ausdruck zu verleihen, wird am Samstag, dem 29. Januar ein Demonstrationszug durch Nippes zum Ebertplatz durchgeführt, der bereits mit der Polizei abgestimmt ist, allerdings ohne eine Abschlusskundgebung. „Wegen der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie mussten wir von der am Ebertplatz geplanten Kundgebung Abstand nehmen“, erklärt Bruno Klais. Deswegen ist jetzt geplant, beginnend um 10:30 Uhr ab dem Nippeser Tälchen den Demonstrationszug entlang der Neusser Straße und dann rund um den Ebertplatz stattfinden zu lassen. Aufgerufen sind alle Bürgerinnen und Bürger des Kölner Nordens sich - unter Beachtung der Corona-Regeln - diesem Demonstrationszug anzuschließen.

„Uns eint, dass wir die Planung einer Verbrennungsanlage insbesondere in Zeiten des Klimawandels als nicht mehr zeitgemäß ansehen. Eine weitere Verbrennungsanlage im Kölner Norden - also einem Gebiet, in dem schon viele belastende Unternehmen und Logistikeinrichtungen vorhanden sind - würde Luft- und Umwelt sowie Verkehrsprobleme weiter verschärfen“,führt Herr Klais weiter aus.

Ein Positionspapier, das über die Hintergründe der Ablehnung informiert, ist hier als PDF-Datei zu lesen. Für weitere Auskünfte dazu stehen jederzeit gerne Helga Wagner unter Tel. 0176 - 6252 8827 sowie Bruno Klais unter Tel. 0221 - 706346 zur Verfügung. Weitere Infos zur Problematik Klärschlammverbrennungsanlage finden interessierte LeserInnen auf der Internetseite „Initiative Kölner Norden“ unter www.koelnnord.de .

Wer ist die “Initiative Kölner Norden”?
Die Initiative Kölner Norden hat sich im Sommer 2021 aus der Mitte der Bevölkerung im Kölner Stadtbezirk 6 Chorweiler formiert. Wir setzen uns dafür ein, die Lebensqualität im Kölner Norden nachhaltig zu verbessern. Dabei setzten wir uns insbesondere gegen den Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage auf dem Gelände des Heizkraftwerks Merkenich ein. Wir wollen, dass Merkenich sowie die umliegenden Ortschaften, die schon heute an der Belastungsgrenze stehen, nicht Belastungen einer weiteren Verbrennungsanlage ertragen müssen. Neben zahlreichen Bürgervereinen aus dem Stadtbezirk erhalten wir dabei auch Unterstützung aus dem Stadtbezirk Nippes und aus Longerich.


WorringenPur.de/24.01.2022
Bericht: Bruno Klais/Heike Matschkowski
Fotos/Skizzen: Bürgerverein Merkenich