Überraschungsfeier zum 70jährigen
Das Funkenkorps der Großen Karnevalsgesellschaft feiert Geschichte mit geladenen Gästen

Worringen
Die Chronik des Funkenkorps der Großen Karnevalsgesellschaft Köln Worringen 1926 kann sich sehen lassen. 70 Jahre nach Gründung lädt das Funkenkorps am Sonntag, den 23.02.2020 ab 17.00 Uhr geladene Gäste zu einer Überraschungsfeier ins Vereinshaus ein. Bei einem kurzweiligen  Programm lassen die Funken die Geschichte ihres Tanzkorps noch einmal Revue passieren. Einen Blick in die Chronik des Funkenkorps erhalten interessierte LeserInnen nun hier auf WorringenPur:

Die Chronik des Funkenkorps
der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen von 1926 e.V.

In seiner Einleitung zu seinem Buch „Die Geschichte des Worringer Karnevals“ schreibt Josef Gödecke: „Der Wurringer Fastelovend, der seit altersher in unserem Heimatgebiet einen legendären Ruf genießt, ist im Grunde eine Reflexion der eigenen Mentalität und geradezu ein Spiegelbild seiner Bürger. Er verdeutlicht ihre Menschlichkeit, Toleranz und Lebensfreude und zeugt von dem durch Jahrhunderte geprägten bäuerlichen Freiheitswillen.“ Seit jeher legt man großen Wert auf örtliche Eigenständigkeit. Jede Art von Reglementierung durch die Obrigkeit war und ist verpönt. Diese Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zeigt sich auch in besonderer Weise beim Funkenkorps der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen, das seit seiner Gründung 1950 aus dem Worringer Karneval nicht mehr wegzudenken ist.

Der Anlass seiner Gründung im Jahre 1950 war die Gestellung des Worringer Prinzen durch die Große Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen. Auf einer Mitgliederversammlung im Mai 1949 kündigte der Senatspräsident Otto Heudorf – der Senatspräsident übte damals das Amt eines Vizepräsidenten aus – für das Prinzengefolge die Bildung einer Tanzgruppe an. Das Prinzengefolge wurde dann von allen Mitgliedern gewählt, so auch das erste Tanzpaar Maria Jansen und Otto Trösser. Die übrigen Mitglieder der Tanzgruppe – Heinz Axler, Margarete Esser, Margret Klasen, Toni Leufgen, Anni Meurer und Franz „Tom“ Michel – wurden zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt. Die Einstudierung des Tanzes übernahm die Tanzlehrerin Fr. Jeiksen. Der erste Auftritt erfolgte anlässlich der Proklamation des Prinzen Andreas I. (Andreas Schwindt) am Karnevalssamstag, den 18. Februar 1950. Da diese Tanzgruppe als Prinzengefolge gedacht war, hatte man mit dem ersten Auftritt bis zur Prinzeneinführung gewartet und diesen nicht schon etwa auf der „Sitzung mit Damen“ vorweggenommen. Im Protokollbuch der Grossen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen heißt es: „Nach einem kleinen Gedicht, vorgetragen von dem Söhnchen unseres Präsidenten (Anm.: Josef Hüsch) und den Gruß der Vereinsdamen, den Maria Schwidden überbrachte, tanzte unsere Tanzgruppe. Natürlich waren nicht nur die Mitglieder unserer Gesellschaft auf das Abschneiden dieser Neuerung im Worringer Karneval gespannt. Um es vorweg zu nehmen: Es wurde für alle Anwesenden ein Erlebnis. Die Flüssigkeit und der Schneid, mit dem der Tanz von der Gruppe vorgeführt wurde, ließen manchen vor Staunen vergessen, den Mund zuzumachen. Die neidlose Anerkennung dieser Leistung, die sich in nicht enden wollendem Beifall ausdrückte, war wohl der schönste Dank für unsere Maria Jansen, Margarete Esser, Margret Klasen, Anni Meurer, Otto Trösser, Heinz Axler, Toni Leufgen und Franz Michel. Es versteht sich von selbst, dass ein da capo dieses Vortrages stürmisch gefordert wurde.“ Der Auftritt eines Tanzkorps galt damals als eine kleine Sensation. Diese Tanzgruppe war in ihren ersten Lebensjahren so erfolgreich, dass schon am 20. Januar 1952 der erste Auftritt außerhalb Worringens, und zwar in Köln-Niehl, erfolgte. Weitere Auftritte außerhalb unserer Heimat sollten folgen.

Dieses ursprünglich gemischte Korps bestand in dieser Form bis Ende 1952. Doch als der – männliche – Nachwuchs zahlreich nach vorne drängte, kam es zur Bildung einer Tanzgruppe, die von da an nur noch aus Männern und einem Tanzmariechen bestand. An der Spitze stand der Major Heinz Axler dieser neuformierten Gruppe, Annemie Grün und Hans Pitzler bildeten das Tanzpaar und zur optischen Unterstützung schwang ein Fahnenschwenker, Günter Glöckner, bei allen Auftritten und Umzügen eine Fahne. Der Leverkusener Tanzlehrer Theo Greis studierte zwei Tänze ein und am 04. Januar 1953 fand der erste Auftritt dieses Korps in Neuss-Vanikum statt. Die Männer nannten sich damals in Anlehnung an die Kölner Funkengarden „Funken“. Dies sollte jedoch auch die einzige Entlehnung aus dem Kölner Karneval bleiben. In bewusster Abgrenzung nannte man das Holzgewehr im Unterschied zu den Kölner Gardisten nicht Knabüs, sondern Jedöns. Auch der Traditionstanz der Funken, das Stippeföttche, hob sich deutlich in Musik und Form von den anderen Korps ab. Das Stippeföttche wird übrigens bis heute bei jedem Auftritt des Funkenkorps präsentiert. Eine weitere Ergänzung des Erscheinungsbildes des Funkenkorps war das Amt des Kochs, das erstmals Ende der 50er Jahre von Hans Sobeck – und das im wahrsten Sinne des Wortes – ausgefüllt wurde. Es bleibt ein Geheimnis des Funkenkorps, warum fast alle Köche von kräftiger Statur waren.

Der nächste erwähnenswerte Höhepunkt in der Geschichte des Funkenkorps bildete die Session 1961/62: Der damalige Major des Tanzkorps, Hans-Peter Annas, schwang als Prinz Hans-Peter I. das Zepter über die Worringer Narren. Gleichzeitig war seine Frau Annemie Tanzmariechen im Funkenkorps, eine Zusammensetzung, die aufgrund der vielfältigen Aufgaben des Prinzen und seiner Gattin heute wohl kaum zu bewältigen wäre.

Ende der 60er Jahre wurde die Einstudierung der Tänze aus finanziellen Gründen und der Tatsache, dass sich kein Tanzlehrer mehr fand, dem jeweiligen Kommandanten übertragen. Und bis heute ist es die nicht immer leichte Aufgabe eines jeden Kommandanten, mit dem Korps die Tänze einzustudieren.

Anfang der 70er Jahre gab es dann für das Funkenkorps einige wesentliche Neuerungen. So wurde das Amt des Majors in „Kommandant des Funkenkorps“ umbenannt. Erster Träger dieses Namens war Paul-Heinz Wirtz, der dieses Amt dann auch bis dato am längsten ausübte. Ganze 19 Jahre durfte er das Funkenkorps leiten. In der Session 1989/90 führte er als Kommandant nicht nur die Funken, sondern als Präsident sogar gleichzeitig die Große Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen. Auch diese Ämterkombination kann man sich aufgrund der vielfältigen Aufgaben nicht mehr zusammen vorstellen.


Im Frühjahr 1972 wurde auf einer Versammlung der Funken beschlossen, das Korps mit Traditionsuniformen auszustatten. Dieser Beschluss wurde trotz der organisatorischen und finanziellen Kraftanstrengung alsbald in die Tat umgesetzt: Auf der 11.11.-Feier des Festkomitees Worringer Karneval am 11. November 1972 im Saal Gladbach präsentierte sich das Funkenkorps in neuem Gewande. Mit wenigen Ausnahmen hat sich die Uniform eines Funken bis heute nicht wesentlich verändert: Ein rot-weißer Traditions-Waffenrock mit einem weißen Ledergurt und einer schwarzen Kartuschentasche, eine weiße Hose, ein weißes Hemd, eine weiße Weste, ein weißes Jabot, ein Paar weiße Handschuhe, schwarze Stiefel sowie ein schwarzer Dreispitz mit Perücke bilden die Ausstattung. Die Sicherstellung eines einheitlichen Erscheinungsbildes des Funkenkorps bei Auftritten und Umzügen regelt eine Uniformordnung und über die Einhaltung der Uniformordnung wacht ein Spieß, der an seiner gelben Spießschnur zu erkennen ist. Die Uniform wird normalerweise nur in der Karnevalszeit angelegt. Das Spalier stehen zur Hochzeit oder die Feier eines ganz besonderen Jahrestages eines Funken bzw. einer um die Funken verdiente Person sind hier ausgenommen. Zu erwähnen sei hier der jeweils 50. Geburtstag von Willy Miebach, ehemaliger Festkomitee-Präsident, und von Robert Schneider, ehemaliger Präsident der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen, Festkomitee-Präsident und Funkenbaas.

Mitte der 70er Jahre wurde das Amt des Funkendoktors eingeführt, das für zwei Jahre Willy Scheer innehatte. Seine Ausstattung bestand neben dem obligatorischen Dreispitz und den schwarzen Stiefeln aus einem weißen Kittel und einer Verbandstasche. Dieses Amt wurde jedoch im Gegensatz zum Amt des Koches nicht fortgeführt. 

Während der Kostümsitzung der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen im Jahre 1974 wurde dem Funkenkorps vom Funkenbaas Robert Schneider, der im gleichen Jahr als Prinz Robert I. über die Worringer Narrenschar herrschte, eine Standarte überreicht. Im darauf folgenden Jahr feierte das Tanzkorps im Saal Schwarz – heute „Hotel Gasthaus Krone“ – das 25-jährige Bestehen. Hierzu konnte man das erste Tanzkorps komplett begrüßen.

Die 70er und 80er Jahre wurden vornehmlich durch die Hauptaufgabe der Funken, das närrische Volk durch tänzerische Darbietungen zu unterhalten, geprägt. Hierbei kannte der Auftrittsort keine Grenzen. So tanzte das Funkenkorps nicht nur in Worringen, sondern auch in anderen Kölner Sälen oder sogar in der karnevalistischen Diaspora. So haben die Funken einen großen Anteil an der Einführung des Karnevals in der damals noch selbstständigen Stadt Zons (Seit 1975 ist die Festungsstadt ein Stadtteil von Dormagen.). In der WDRSendung „Zwischen Kamera und Bildschirm“ wurden die Funken Anfang der 70er Jahre von der damaligen Zonser Bürgermeisterin Hannelu Manitz als „Zonser Karnevalsverein“ vorgestellt. Bei einem weiteren Auftritt in Zons wurde sogar so heftig getanzt, dass der Putz von der Decke eines unter der Bühne liegenden Raumes auf das Buffet fiel. Auch in Dormagen leistete das Funkenkorps karnevalistische Schützenhilfe. Es unterstützte die KG Ahl Dormagener Junge durch Auftritte im Schützenhaus und durch die Teilnahme an den ersten Umzügen am Karnevalssamstag. Unvergessen bleiben auch die Auftritte – z. T. zusammen mit dem heute selbstständigen Bundestambourcorps Frisch Auf oder mit der Majorettengarde der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen – in der alten Düsseldorfer Stadthalle vor 2.500 Zuschauern, bei den Kostümsitzungen der Düsseldorfer Spiesratze im Pestalozzihaus, bei der Nippeser Bürgerwehr im Haus Wolkenburg, bei den Pfarrsitzungen in Maria im Kapitol oder bei der KG Närrische Insulaner im Kölner Hotel Interconti (heute Dorint Hotel). In Erinnerung bleibt auch ein Auftritt des Funkenkorps bei der Steinmetz- und Bildhauerinnung im Gürzenich: Dort angekommen stellten die Funken fest, dass sie das Mariechen im Worringer Vereinshaus vergessen hatten.

Neben den üblichen Auftritten in den Traditions-Uniformen begeistern die Funken das Publikum auf den Kostümsitzungen der Großen Karnevalsgesellschaft in unregelmäßigen Abständen mit sogenannten Originaltänzen. So stand das Funkenkorps schon verkleidet als Tiroler Holzhackerbuam, als Landsknechte, als Zigeuner, als Putzkolonne, als Piraten oder in Kostümen, die an die goldenen 20er Jahre erinnern, auf der Bühne.

Im Jahre 1990 feierten die Funken ihren 40. Geburtstag mit zwei Veranstaltungen: Zum einen gab es am 09. September eine Ausstellung in den Räumlichkeiten der vormaligen Filiale der Drogeriekette „Ihr Platz“ auf der Bitterstraße und zum anderen am 13. Oktober eine Geburtstagsfeier im Vereinshaus. An diesem Abend konnte der Kommandant Robert Hecker noch sieben Gründungsmitglieder und zahlreiche ehemalige Funken dieser Tanzgruppe begrüßen.

In den folgenden Jahren führten vier weitere Funken als Prinzen das Worringer Narrenvolk. In der Session 1992/93 schwang der langjährige Fahnenoffizier Peter Vollmer als Prinz Peter IV. das Zepter. In der Session 1998/99 wurde der ehemalige Tanzoffizier und langjährige Kommandant Robert Hecker als Prinz Robert II. für das Amt des höchsten Worringer Karnevalisten inthronisiert. In der Session 2004/2005 durfte mit Dr. Holger Miebach ein weiterer ehemaliger Tanzoffizier und Kommandant das Narrenzepter schwingen. Und in der Session 2016/17 bestieg Dominik Jansen als Prinz Dominik I. den Narrenthron. Er übte im Funkenkorps jahrelang das Amt des Vizekommandanten aus. Nach seinem Prinzenjahr wurde er dann zum Kommandanten dieser Tanzgruppe gekürt. Erwähnt werden sollte noch, dass das Funkenkorps alle Prinzen der Gesellschaft bei vielen Auftritten in und um Worringen begleitet. Eine weitere Tradition besteht darin, dass die Funken das Haus des Prinzen schmücken.

Das Jahr 2000 war dann nach Meinung vieler ehemaliger und aktiver Funken sicherlich eines der markantesten Höhepunkte des Funkenkorps, konnte man doch den 50. Jahrestag der Gründung feiern. Der Zufall wollte es, dass am 18. Februar, genau 50 Jahre nach dem ersten Tanzkorpsauftritt, eine in der Worringer Karnevalsgeschichte wohl einmalige Jubiläumsfeier mit einem kölschen Zapfenstreich, einem Umzug und einem Empfang im Vereinshaus stattfand. In Anlehnung an den „Großen Zapfenstreich“, eine feierliche, am Abend abgehaltene Militärzeremonie mit Streitkräften und Militärmusik zur Ehrung von Persönlichkeiten (z.B. bei Jubiläen oder zur Verabschiedung aus dem Amt geschiedener Bundespräsidenten und Bundeskanzler), führten die Funken auf dem St.-Tönnis-Platz einen auf den Karneval übertragene Zeremonie zur Ehrung aller lebenden und verstorbenen Funken unter Beteiligung eines Großteils der Worringer Bevölkerung auf. Der Rheinische Anzeiger berichtete in seiner Ausgabe von 23. Februar davon: „Das war bestimmt der verrückteste Zapfenstreich, den Worringen je erlebt hat. Das halbe Dorf hatte sich am Freitag nach Einbruch der Dunkelheit auf dem St.-Tönnis-Platz versammelt, den die Truppe von Feuerwehr-Chef Jakob Sturm mir ihren flackernden Pechfackeln erleuchtete. Vor dem steinernen Denkmal zur Schlacht bei Worringen standen in Reih und Glied knapp zwei Dutzend Männer in rotem Waffenrock, weißer Hose und schwarzen Stiefel fertig zum Zeremoniell. Das Tambourkorps rührte die Trommeln, die Flöten trillerten und mir fortschreitender Handlung nahmen auch die unbeteiligten Zuschauer unwillkürlich Haltung an. Alles sehr ernst, bis zu der Stelle, an der normalerweise Böllerschüsse krachen und die Nationalhymne ertönt. Eine Hymne war es tatsächlich, die von den Bläsern der ‚Rheinklänge Nievenheim‘ angestimmt wurde. Doch der Text lautete nicht ‚Einigkeit und Recht und Freiheit‘, sondern freundschaftlich auf kölsch: ‚En unserem Veedel‘. (…) Ein Auftritt, wie er glänzend zu Worringens Gardisten passte. So sind sie halt, die rot-weißen Funken.“ Das 50jährige Jubiläum endete mit einer vom Feldhellijen des Funkenkorps, Karl-Bert Matthias, zelebrierten Messe in St. Pankratius und einer Kranzniederlegung im Gedenken aller verstorbenen Worringer Karnevalisten auf dem Worringer Friedhof. Im Rosenmontagszug präsentierte das Funkenkorps dann noch einen Jubiläumswagen, besetzt mit um die Funken verdiente Personen.

Ebenfalls im Jahre 2000 marschierte dann das Funkenkorps zum ersten Mal in seiner Geschichte auch außerhalb der fünften Jahreszeit bei einem Festumzug mit. Anlässlich der Schützenkönigswürde von Heinrich Nehrfeld, der dem Funkenkorps innig verbunden war, zogen die Funken im Schützenzug in Dormagen-Horrem mit. Der Zufall wollte es, dass es an diesem Sonntag wie aus Kübeln goss und der Schützenumzug kurzerhand ins Festzelt verlegt wurde.

Auch ein weiterer Höhepunkt soll hier kurz angesprochen werden. Seit Bestehen des Funkenkorps war das beste Stück der Kompanie immer ein – weibliches – Mariechen (s. Auflistung). In der Session 2002/03 standen die Funken jedoch unverhofft ohne Mariechen da. Ohne lange nachzudenken sprang Reservist Hans-Josef „Juppela“ Dittebrand, damals immerhin schon 50 Jahre alt, ein und mimte mit Rüschenrock und Zöpfchen zur allseitigen Erheiterung das Mariechen. Die närrischen Zuschauer hätten ihn gerne länger als nur eine Session in diesem Amt gesehen.

Mitte der 2000er Jahre gab es innerhalb des Funkenkorps eine weitere Neuerung: Derjenige Funke, der in der zurückliegenden Session durch negative Verhaltensweisen wie Unpünktlichkeit oder einer unvollständigen Uniform aufgefallen ist oder bei diversen Auftritten und Umzügen das Jedöns fallen gelassen hat, wird auf dem traditionellen Funkenkorpsappell Anfang November eines jeden Jahres zur „Funkenwildsau“ erkoren. Eine schwarze Schnur mit daran befestigtem Schweinchen ziert dann für jedermann sichtbar für ein Jahr die Uniform. Das Pendant zur Funkenwildsau ist übrigens der „Funkenprimus“.

Die Geschichte des Funkenkorps der Großen Karnevalsgesellschaft zeigt, dass sich die Gepflogenheiten unseres Heimatfestes fortentwickelt haben. Eines hat sich jedoch nicht geändert: Der Charakter der Menschen in diesem Ort, die alljährlich ihren Fastelovend vorbereiten und voller Lebensfreude durchführen. Natürlich hängt all dies mit viel Idealismus und Einsatz zusammen und mit den Menschen, die diese Idee verkörpern. Als Teil der Großen Karnevalsgesellschaft betrachtet das Funkenkorps es als seine Aufgabe, heimatliches Brauchtum und die Tradition des Worringer Karnevals eigenständig zu pflegen.

Immer sahen und sehen sich die Funken als eine Persiflage. Es ist für die Große Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen sowie für die Verantwortlichen im Vorstand und im Funkenkorps nicht immer einfach gewesen, hier in Worringen ein rein männliches Funkenkorps aufrecht zu erhalten. Mit der im Korps sprichwörtlichen Kameradschaft und den umsichtigen Leitungen ist es jedoch immer wieder gelungen, zum Funkenkorpsappell eine komplett tanzfähige Gruppe zusammenzustellen.



Kommandanten (bis 1976 Tanzmajor)
Heinz Axler
Franz „Tom“ Michel
Hans-Peter Annas
Heinz-Wolfgang Annas
Klaus Kuhlmann
Paul-Heinz Wirtz
Robert Hecker
Holger Miebach
Thomas Schindler
Markus Büttgen
Thomas Schindler
Thomas Bochem
Dominik Jansen

Tanzoffiziere
Otto Trösser
Hans Pitzler
Franz-Josef Jansen
Heinz Hüsch
Heinz-Wolfgang Annas
Rolf Krings
Günter Klein Klaus Berger
Kaspar Dick
Robert Hecker
Holger Miebach
Thomas Faust
Manfred Cress
Thomas Müller
Oliver Wendling
Stephan Nosbüsch

Mariechen
Maria Jansen (verh. Trösser)
Annemie Grün (verh. Jansen)
Annemie Adolphs (verh. Annas)
Uschi Klein (verh. Brustbauer)
Hetti Klein (verh. Lemmens)
Ute Kizina (verh. Drabicki/Miebach)
Inge Heun (verh. Hecker)
Karola Dünnwald
Maria Lauer
Michaela Grün (verh. Hoche)
Denise Krüger
Hans-Josef Dittebrand
Maria Hecker (verh. Derix)
Joeline Piegsa
Sabrina Gaugler

Köche
Hans Sobeck
Hans Meurer
Karl Josef Lauff
Andreas Cossu Wiljo Mooreés
Horst Pethke
Dieter Jansen
Thomas Bochem
Fabian Kircher
Alexander Wild




WorringenPur.de/04.02.2020
Chronik-Text: Peter Schmidt / Paul-Heinz Wirtz
Fotos: Archiv GKG
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski