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Bürgerstiftung im Aufbau: Neue Wege gehen – und Ehrenamt auf Dauer stärken
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Roggendorf/Thenhoven/Worringen Unsere Heimatorte bieten eine großartige Vielfalt an Vereinen, in denen sich die Menschen für das Gemeinwohl engagieren. Sie bringen Menschen zusammen, verfolgen ein gemeinsames Ziel und leisten wertvolle Arbeit. Vieles wäre ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz gar nicht möglich: Schützen-, Karnevals-, Musik-, Bürger- oder Sportvereine; Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren oder auch Tierschutz, um nur ein paar Bereiche aufzuzählen. Hierfür benötigen die Vereine Ausstattung und damit auch Geld - bei stetig steigenden Kosten wird dies für viele zu einer Herausforderung. Um auch in Zukunft die Arbeit gemeinnütziger Vereine in den beiden Orten sinnvoll und vor allem dauerhaft unterstützen zu können, haben sich am 13.03.2025 die Gründungsmitglieder der künftigen Bürgerstiftung Worringen Roggendorf/Thenhoven getroffen und das Fundament geschaffen: Die Gründung eines Fördervereins.
Der Förderverein Bürgerstiftung Worringen Roggendorf/Thenhoven e.V. hat mehrere Aufgaben: Erstens sammelt er Spenden, die in der Stiftung angelegt werden. Die Stiftung kann gegründet werden, sobald das Mindestkapital in Höhe von EUR 53.000,00 zusammen ist – derzeit sind bereits EUR 45.000,00 zusammengekommen. Der Verein ist ehrenamtlich und gemeinnützig tätig, die erhaltenen Zuwendungen sind steuerfrei (das bedeutet: Für Geld, welches man an den Verein bzw. die Stiftung spendet, wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt, welche für den Schenkenden in der Steuererklärung abzugsfähig ist).
Zweitens verteilt er die Zinsen aus dem Stiftungskapital. Die Erträge aus der Anlage der Gelder fließen jedes Jahr an den Förderverein und werden von dort verteilt. Mitglieder des Vereins sind Menschen hier aus unserer Heimat. Sie kennen die Orte, die Gegebenheiten, die Vereine - die Menschen. Sie haben einen guten Überblick darüber, wo die finanzielle Unterstützung sinnvoll eingesetzt werden kann. Einige Mitglieder des Vereins bilden ein Kuratorium, welches sich einmal im Jahr trifft, um darüber zu entscheiden, wie die erhaltenen Erträge verteilt werden sollen. Dabei wird individuell entschieden, wo die Unterstützung gerade sinnvoll ist.
Die Spende an die Stiftung im Vergleich zur Spende an den einen Verein hat Vorteile: Wenn ein Verein eine größere Spende erhält, ist er gezwungen, diese in einem gewissen zeitlichen Rahmen auch einzusetzen, unabhängig davon, ob dieser Zuschuss gerade benötigt wird oder nicht. Die Gelder der Stiftung werden dagegen nicht verbraucht, aber die jährlichen Erträge der Anlage stehen dem Zweck und damit unseren Vereinen auf ewig zur Verfügung. Wir schaffen damit die Grundlage, dass auch in der Zukunft Ehrenamt unbürokratisch gefördert werden kann. Auf Dauer
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 v. li.: Matthias Klehr – Andrea Jansen – Karin Eßer – Marietta Wirtz – Tanja Klehr – Markus Hund – Marcus Engel – Thomas Büchel – Bernd Jansen
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werden sich die Erträge erhöhen und verbessern die Unabhängigkeit der Vereine.
Menschen können an die Stiftung zu Lebzeiten (Schenkung) spenden oder auch im Todesfall (Erbschaft über ein Testament) eine Begünstigung bestimmen.
Die Mitglieder der Bürgerstiftung stehen für Fragen gerne persönlich zur Verfügung: Matthias Klehr (Vorsitzender); Marcus Engel (stellv. Vorsitzender); Karin Eßer (Geschäftsführerin); Thomas Büchel (Schriftführer); Markus Hund; Andrea Jansen; Bernd Jansen; Tanja Klehr und Marietta Wirtz (Beisitzer) oder per Mail an buergerstiftungworoth@web.de .
Was ist eigentlich eine Stiftung? Eine Stiftung ist eine Einrichtung, die mit Hilfe eines Vermögens den vorher festgelegten Stiftungszweck (hier: Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zu Gunsten gemeinnütziger Zwecke in Worringen und Roggendorf/Thenhoven) erfüllt. Das Vermögen wird nicht verbraucht, sondern bleibt grundsätzlich unangetastet und erhalten; die Erträge werden an den Stiftungszweck (hier: die Vereine) ausgeschüttet. Die Stiftung hat keinen Eigentümer und kann damit auch nicht mehr aufgelöst werden – es ist ein dauerhaft selbständiges Vermögen.
WorringenPur.de/12.01.2026 Bericht & Foto: Matthias Klehr Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski
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