Wo ist unser Fisch, wo ist er geblieben …?
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Friedhelm Rogalla, der bei schönem Wetter mit seiner Honda öfters eine Tour ins Bergische unternimmt, wird den Lesern von WorringenPur

Worringer Fisch

Worringer Fisch

zukünftig von einigen seiner Motorradtouren interessante Motive zukommen lassen. Ausgerüstet mit modernem Navigationssystem und digitaler Kamera führte ihn seine letzte Tour nach Köln-Zündorf, wo er einen „alten Bekannten“ aus Worringen wieder traf. 

Unser Fisch, der vor dem Worringer Hallenbad viele Jahre stand und von der Stadt Köln vor wenigen Monaten abtransportiert wurde, fand sein neues Zuhause nun vor dem Kombibad in Zündorf. Gut sieht er zwar aus, aber seine heimatlichen Gewässer werden immer in Worringen bleiben, nicht wahr liebe Leser …?

WorringenPur.de/22.11.2004
Fotos: Friedhelm Rogalla






































Ortsbesichtigung im Worringer Heimatarchiv
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Köln-Worringen
Das Heimatarchiv Worringen e. V. lud am vergangenen Freitag, den 3. Juni etwa 70 Mitglieder und deren Begleitung zu einer Ortsbesichtigung in die neuen Räumlichkeiten ein. Diese befinden sich seit wenigen Monaten in den Kellerräumen am Breiter Wall Nr. 4. 

Am Abend empfing der Vorstand des Vereins unter Vorsitz von Hans-Josef Heinz knapp 40 Personen, die sich für den aktuellen Stand der Renovierungsarbeiten interessierten. Fast ein Jahr ist es nun her, dass einige wenige Mitglieder unter der Leitung von Wolfgang Keller mit der Umgestaltung der kargen Kellerräume begonnen hatten. Neben einigen Schwierigkeiten gab es zudem die Auflage der Stadt, ein Brandschutzkonzept erstellen zu lassen. Ein Brandschutzbeauftragter inspizierte die Räume und es mussten u. a. Feuerlöscher und eine Brandschutzdecke eingebaut werden. Erschwerend kam hinzu, dass wegen der Lärmgeräusche nur an zwei Tagen in der Woche gedübelt werden durfte. „Auch wenn noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind, möchten wir schon jetzt das Ergebnis zahlreicher Arbeitsstunden und die weiteren Planungen vorstellen. Wir sind stolz darauf, dass der Stadtteil Worringen solch ein Heimatarchiv hat“, so Vorsitzender Heinz. Wie er uns mitteilte, ist das Heimatarchiv der Eigentümerin der Räumlichkeiten, Frau Gisela Nesseler, zu großem Dank verpflichtet, weil diese sich großzügig bereit erklärt hat, die Räumlichkeiten dem Verein für 10 Jahre mietfrei zu überlassen.

Einen weiteren Dank sprach „Jupp“ Heinz auch allen anderen aus, die in irgendeiner Weise zum Gelingen der Renovierungen beigetragen hatten. Ein besonders gern gesehener und für den Verein bedeutsamer Gast an diesem Abend war Josef Gödecke, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag begehen konnte. Er ließ sich im Archivraum, in dem über 500 Dokumente gelagert werden, die Herkunft eines alten Krugs erklären, den Willi Heun bei Grabungen an seiner Ziegelei auf der St. Tönnisstraße fand.

Neben der Kreissparkasse und dem Bürgerverein, die dem Heimatarchiv eine kleine Finanzspritze leisteten, stiftete Josef Gödecke den Erlös aus seinen Geburtstagsgeschenken dem Heimatarchiv, sodass mit den Beiträgen der Mitglieder die Umgestaltungsarbeiten bald beendet werden können. Geplant sind u. a. eine Bildergalerie, eine Sitzecke zum Plaudern sowie zur in Kürze stattfindenden Eröffnung eine Ausstellung, die querbeet verschiedene Themenbereiche beinhalten wird. Später sind wechselnde, themenbezogene  Ausstellungen für die Dauer von 3 Monaten geplant.  

Damit der Baustaub die Besichtigung nicht beeinträchtigte, gab es natürlich für jeden auch etwas „zum Spülen“ in Form von Fass-Kölsch. Wie wir erfahren haben, reichte dieses aber nicht bis zum Ende des Abends, sodass man noch in eine Gastwirtschaft um die Ecke einkehrte, um weiter eifrig in Geschichten aus der Vergangenheit zu schwelgen.

WorringenPur.de/08.06.2005
Text und Fotos: Heike Matschkowski




























Worringer Heimatarchiv neu eröffnet
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Wie lebten eigentlich die Menschen damals in Worringen? Diese und andere Fragen beantwortet das Heimatarchiv ab sofort in seinen neuen Räumlichkeiten am „Breiter Wall“ direkt neben der Postservicestelle.

Im Jahre 2003 als gemeinnütziger Verein gegründet, liegt den Mitgliedern die ideelle und finanzielle Förderung von Kulturgut aus der Worringer Ortsgeschichte besonders am Herzen. Daher setzen sie sich mit Freude und Engagement für die Sammlung, Pflege und öffentliche Darstellung von Alltagsgegenständen, Raritäten und echten „Schätzchen“ ein.


Dank der Unterstützung von Frau Gisela Nesseler konnte der Verein nun seine Ziele umsetzen und die Türen zur ersten Ausstellung öffnen. Eine aufwendige Renovierung durch zahlreiche Mitglieder war zuvor in monatelanger Arbeit erforderlich gewesen. Vorsitzender Hans-Josef Heinz bedankte sich bei Frau Nesseler mit einem Blumenstrauß für die mietfreie Unterkunft; ohne diese großzüge Hilfe hätte das Heimatarchiv noch lange nach bezahlbaren Ausstellungsräumen suchen müssen.  „Ich fühle mich wie schon mein Vater Arnold Zillekens und mein Großvater Johann Zillekens Worringen verpflichtet. Wenn man schon so lange Zeit hier lebt, fühlt man eine enge Verbundenheit zur Heimat, die ich auf andere Weise kaum hätte besser ausdrücken ausdrücken können”, so die Worringerin bescheiden. Aber auch bei den Sponsoren, Kreissparkasse, Bürgerverein und Josef Gödecke,  bedankte sich der Vorsitzende für deren finanzielle Unterstützung. „Allen treuen Helfern möchte ich an dieser Stelle vielen, vielen Dank sagen; ohne eure ehrenamtliche Arbeit wäre dies alles nicht möglich gewesen“, so Heinz weiter in seiner Rede, in der er die leitende Mitarbeit von Wolfgang Keller besonders hervorhob.


Inspiriert durch Josef Gödeckes Buch wurde der Vorsitzende, Hans-Josef Heinz, damals von heimatlichen Gedanken erfasst. „Als ich das Buch las, dachte ich, dazu fehlen jetzt nur noch die passenden Gegenstände für eine schöne Ausstellung. Die ersten sammelte ich von Eberhard Schmitz, der als Schellebaumträger einer Karnevalsgesellschaft bekannt und dann verstorben war. Seine Schreinerbank und sein schwarzer Anzug mit einer darin noch steckenden jahrzehnte alten Zigarre „erzählen Schellebaumträgers Geschichte“ heute im Heimatarchiv. Auf abenteuerliche Weise sind so viele der heute im Heimatarchiv befindlichen Gegenstände vor dem Wegwerfen für  die folgenden Generationen gerettet worden.

Bernd Jansen, Vorsitzender des Bürgervereins ließ es sich nicht nehmen den Vorsitzenden für seine hingebungsvolle Arbeit mit den Worten

„Worringen dankt dir“ zu ehren. Unter Beifall der Anwesenden gab Jansen des weiteren bekannt, dass der Bürgerverein das Heimatarchiv mit mindestens 250,00 Euro jährlich unterstützen wird.

Während der Eröffnungsfeier wurde den Ehrengästen und Mitgliedern ein Querschnitt aus dem vorhandenen Archivbestand präsentiert. “Wir planen in etwa drei Monaten einige der dort gezeigten Objekte auszutauschen − sodass es für Besucher immer wieder neue „Altertümer“ zu bestaunen geben wird. Regelmäßige Sonderausstellungen werden das Angebot abrunden. Themen wie Handwerk, Schule, Vereine oder saisonale Anlässe, etwa Karneval und Weihnachten werden dabei im Mittelpunkt stehen. Da der Eintritt im Heimatarchiv kostenlos ist, setzen wir auf Spenden der Besucher, um die Ausstellungen noch attraktiver gestalten zu können. Neben einer Verbesserung der Lichttechnik stehen die Anschaffung von Vitrinen sowie die Reproduktion von Fotos und Dokumenten auf dem Programm“, so der Vorsitzende. Mit den Worten „jetzt habe ich aber ne drüje Schnüss“, stieß er mit den Gästen auf die gelungene Neueröffnung des Heimatarchivs an.

Das Heimatarchiv versteht sich nicht nur als Ausstellungsstätte, sondern möchte den Worringer Bürgern ein Forum der Begegnung bieten. Interessenten sind eingeladen, Erlebnisse und Anekdoten aus der Ortsgeschichte auszutauschen oder in den zahlreichen Fotos und Dokumenten zu stöbern. Die Sammlung eröffnet zudem Schülern die Möglichkeit, Geschichte zu erleben und anhand der Exponate im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.

Mit den vielfältigen Exponaten und Zeitzeugen einer bewegten Geschichte ist das Heimatarchiv eine Bereicherung für den Ort. Zur Erweiterung der Bestände sucht das Heimatarchiv noch Fotos, Dokumente und Gegenstände aus der Ortsgeschichte, auch auf Leihbasis. Herzlich willkommen sind außerdem Bürger, die ihre Erlebnisse und Erinnerungen rund um Worringen dokumentieren oder den Verein als Mitglied unterstützen.


WorringenPur.de/07.11.2005
Text und Fotos: Heike Matschkowski
















Sehnsucht nach Worringen
Das Heimatarchiv wurde zum Treffpunkt alter Schulfreundinnen
Besuch aus Österreich nach 52 Jahren
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Roswitha Schwarzenbacher, geb. Kuhs wurde 1946 in Worringen geboren, zog 1956 mit ihrer Familie nach Österreich und traf nun, nach 52 Jahren, ehemalige Klassenkameradinnen im Heimatarchiv in Worringen wieder.

Jahrelang hatte Frau Schwarzenbacher den Wunsch, einmal zu ihrem Geburtsort zurückzukehren. Ihre Worringer Verwandtschaft ist seit langem verstorben. Über eine Suchmaschine im Internet begab Frau Schwarzenbacher sich schließlich auf die Suche, schaute sich Satellitenbilder vom Ort an und versuchte, sich zu erinnern. Sie kam über einen Link zu WorringenPur und war begeistert, dort alte Fotografien zu finden. Nach Mailkontakten, Sichten alter  Klassenfotos (Einschulung 1953) und anderen Bildern aus dem Heimatarchiv reifte ihr Entschluss, eine Reise nach Worringen zu machen. Ihr Mann war sehr skeptisch und versuchte, ihren Eifer zu bremsen: „Es wird nichts mehr so sein wie früher und deine Klassenkameradinnen sind vielleicht alles alte Tanten mit Stock oder Rollstuhl“.

Diese Sorge erwies sich als völlig unbegründet! Sechs der „Mädels“ trafen sich am 7. September 2008 im Heimatarchiv und nach wenigen Minuten waren sie sehr vertieft in Fotos und Erinnerungen aus ihrer Grundschulzeit.

Familie Kuhs kam eigentlich aus Elberfeld. Durch den Großvater, der bei Bayer-Dormagen arbeitete, zog die Familie nach Worringen. Der Vater von Roswitha Schwarzenbacher wuchs hier auf. Während des Krieges verschlug es diesen nach Österreich, wo er seine Frau kennen lernte und 1943 heiratete. Im Jahr 1945 siedelte das Paar nach Worringen, Alte Neusser Landstr., über. 1946 wurde Tochter Roswitha geboren.  Nachdem die Worringer Großmutter verstorben war, zog die Familie 1956 zurück nach Österreich in die Heimat der Mutter.

Damit Frau Schwarzenbacher zu Hause ihre Erinnerungen auffrischen kann, bekam sie von Herrn Heinz/ Heimatarchiv eine DVD mit Fotos der aktuellen Ausstellung übergeben (Foto li.).

Auf dem Klassenfoto der Schulanfänger von 1953 standen diese 3 (Foto re.) nebeneinander. Hier drücken sie fürs Foto noch einmal die Schulbank:

v.li.: Therese Montag, geb. Winters; Roswita Schwarzenbacher, geb. Kuhs; Christine Harder, geb. SchneiderNach ihrer schönsten Erinnerung gefragt, erzählt Frau Schwarzenbacher von ihrer Großmutter, die sie sehr verwöhnte und mit der sie z. B. gerne im Dorf einkaufen ging. Bei den Großeltern gab es auch immer einen „spektakulären“ Weihnachtsbaum, den der Opa in Dormagen besorgte. Später wurde der Baum mit Glaskugeln prächtig herausgeputzt. Das Beste an Weihnachten war dann das Frühstück bei den Großeltern.

Als die Großmutter verstarb, zog der Großvater zu seiner Tochter und Roswitha Schwarzenbacher zog mit den Eltern nach Österreich. Sie musste alles Spielzeug zurücklassen bis auf Toni, ihre Schildkröt-Puppe.

Heute lebt Frau Schwarzenbacher mit ihrem Mann in Linz an der Donau und hat zwei erwachsene Kinder.

WorringenPur.de / 08.09.2008 (hm)
Bericht & Fotos: Andrea Roßmar
























Weihnachtszeit im Heimatarchiv
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Ein Teil der Ausstellungsfläche im Worringer Heimatarchiv widmet sich  der Weihnachtszeit. In deren Mittelpunkt steht die Heinzelmännchen Sage, die Anno 1836 von August Kopisch verfasst wurde. Es handelt sich um den uralten Menschheitstraum, nicht mehr arbeiten zu müssen. Der  Ablauf dieser Handlung wird in  fünf verschiedenen   Puppenstuben dargestellt.

Zwei unterschiedliche Krippen stimmen auf das anstehende  Weihnachtsfest  ein. Hierbei handelt es sich um ein Krippenhaus mit reichlich bestückten Figuren aus Holz, die Einblicke in die lange Tradition der Holzschnitzkunst geben. Besonders historisch wertvolle Krippen-Figuren  stammen aus der Kapelle des St. Elisabeth Krankenhauses, das im Jahre 1981 geschlossen wurde.

Spielzeug, Puppen, ein Kinderverkaufsladen sowie Märchenbücher geben weitere Einblicke in „längst vergessene Zeiten“. Der obligatorische Weihnachtsbaum, es handelt  sich um ein kurioses Gebilde, ist reichlich mit Weihnachtsschmuck aus verschiedenen Zeitepochen geschmückt.

Wer noch ein Weihnachtsgeschenk mit ortsbezogener Lektüre sucht, wird bei einem Besuch im Heimatarchiv fündig. Eine Auswahl vom Heimatarchiv sowie von Bernd Tuchen verfassten Geschichten zur Worringer Ortsgeschichte sind hier erhältlich.


WorringenPur.de/07.12.2009
Bericht und Fotos: Heimatarchiv Worringen e.V.
Digitale Fotobearbeitung: WorringenPur