Historie
1948 jing et widder los!
Männer-Gesang-Verein stellte den ersten Nachkriegsprinzen
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Der 1848 gegründete Männer-Gesang-Verein ist der älteste existierende Ortsverein und stellt in diesem Jahr durch Wolfgang Reiter den Karnevalsprinzen „Wolfgang II.“

Bedingt durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges zog 1948 nach neunjähriger Unterbrechung erneut ein Rosenmontagszug durch den Ort. Erster Nachkriegsprinz war Kaspar Sturm vom Männer-Gesang-Verein. Ganz Worringen verfolgte den Umzug, der trotz Armut und Mangel an einfachen Gebrauchsgegenständen zu einem imposanten Heimatfest wurde. Es war der erste Nachkriegs-Rosenmontagszug mit einem Prinzen im westdeutschen Raum, noch vor den Hochburgen Köln und Düsseldorf.
Die „Wurringer Jecke“ holten ihre Kostüme, die den Krieg überdauert hatten, aus der Mottenkiste, alte Utensilien wurden für den Zug neu zusammengestellt. Jeder Wagen war eine gelungene Persiflage auf die Missstände der damaligen Zeit. Die Worringer erfreuten sich ausgiebig an ihrem so sehr vermissten „Fastelovend.“ Übrigens, der Preis für eine Flasche Schnaps lag bei 120 Reichsmark, eine Ami-Zigarette kostete 7 Reichsmark.

      Session 1947/48     Motto: „Mer kann och alles üverdrieve“
      Prinz Kaspar III. Kaspar Sturm vom Männer-Gesang-Verein
      Hofstaat: Kuni Lutz, Christa Bensel, Maria Schwidden, Annegrete Hüsch,  Anni Meurer, Janni Dünwald
      Tanzmariechen: (erstmalig  beim MGV eingeführt) Klara von Holtum
      Hofnarr: Paul Gruben


WorringenPur.de/02.02.2015
Bericht: Hans-Josef Heinz Heimatarchiv Worringen e.V.
Quellen: Josef Gödecke - Geschichte des Worringer Karnevals
Fundus Günter Nelles
Fotos aus der Session 1947/48: Heimatarchiv

Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski