Einweihung der „Heinrich Bebber Straße“
zur Erinnerung an einen verdienten Worringer Bürger
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Köln-Worringen/Krebelsweide
Auf dem Neubaugebiet der Krebelsweide wurde am vergangenen Samstag die erste fertig gestellte Straße eingeweiht, die nach einem verdienten Worringer Bürger benannt wurde.

Namensgeber hierfür ist Heinrich Bebber (geb. 20.08.1905, gest. 10.03.1971), Gründungsmitglied und Vorsitzender des Worringer Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Der Bürgervereinvorsitzende Bernd Jansen begrüßte die Gäste und neu Zugezogenen, die sich Nahe des neuen Musterhauses auf der Krebelsweide versammelt hatten. Zu ihnen zählten u. a. Heinrich Bebbers Schwiegertochter Anni Bebber (geb. Detmer), die mit Tochter Lydia Tappen (geb. Bebber, Schreibwaren Tappen) und Enkeltochter Silke Tappen der Einweihung beiwohnten. Bezirksbürgermeister Jürgen Kircher, der selbst engagierter Vorsitzender der AWO Worringen ist, führte an, dass bereits viele Familien hier ein neues zu Hause gefunden haben und die Bebauung der Krebelsweide eigentlich erst durch das damalige SPD-Ratsmitglied Karl-Johann Rellecke vor über 10 Jahren auf den Weg gebracht

worden sei.  „Nach dem Verkauf von derzeit 24 Häusern plus 15 durch unseren Kooperationspartner rechnen wir mit der Veräußerung aller Objekte spätestens im Sommer 2010“, so Projektleiter Hermann Ferrang, der die Gelegenheit nutzte der Gerüchteküche Einhalt zu gebieten. Er betonte, dass auf dem gegenüberliegenden  städtischen Bauland keinesfalls Hochhäuser geplant seien, schließlich sei der künftige Investor –wie auch der Investor der Krebelsweide- an eine Bauvorschrift gebunden.

Tappen Bebber
Drei  “Bebber-Generationen”:
Silke u. Lydia Tappen mit Anni Bebber


v. links: Silke Tappen mit Mutter Lydia und deren Mutter Anni Bebber, H. Ferrang, H. Kircher, H. Jansen, H. Irsfeld

Franz Irsfeld, stellvertretender Bezirksvorsitzender der AWO Mittelrhein schilderte anschließend die hohen Verdienste von Heinrich Bebber, der 1926 mit seinen Eltern von Longerich nach Worringen kam. Der über die „Stadtgrenze“ hinaus bekannte Bauunternehmer hatte sich Zeit seines Lebens für die Belange seiner Mitbürger mit großem sozialen Engagement eingesetzt. Er zählte zu den Gründern des Worringer Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt, die nach ihm bereits vor Jahren das AWO-Haus an der St. Tönnisstraße benannte. Er kümmerte sich um das soziale Wohlergehen Bedürftiger, von denen es durch die selbst erlebte Weltwirschaftskrise der dreißiger Jahre reichlich gab. Bekannt wurde er besonders durch seinen sozialen Einsatz in Worringen, der über Generationen hinweg noch heute im Gedächtnis vieler geblieben ist.
Heinrich Bebber hatte einen Sohn namens Heinz-Josef bekannt als „Jupp“ Bebber (geb. 17.03.1932, gest. 16.05.1975). Aus der Ehe von „Jupp“ und Anni Bebber gingen drei Kinder hervor. Dieter Bebber (Worringer Reisebüro), Lydia Tappen (geborene Bebber; Kinder: Silke u. Stefanie Tappen) und Wilfried Bebber (z. Zt. in Hamburg als Pilot der Lufthansa tätig).

Heinrich Bebber war dafür bekannt, dass er gerne etwas für die Allgemeinheit leistete, aber ungerne im Rampenlicht stand. „Kinder maht doch nit wegen mir so en Jedöns“, hätte er jetzt sicher gesagt. Aber auch ihn würde es heute freuen, wenn ihm zu Ehren nun auch auf der Krebelsweide eine Straße seine Namen trägt: Die Heinrich-Bebber-Straße.

WorringenPur.de/09.09.2009
Bericht und Fotos: Heike Matschkowski