Kostümsitzung der KG Änze Kääls
Fotogalerie!

Köln-Worringen
Am 13. Januar war die Bühne des Worringer Vereinshauses für die Kostümsitzung der Änze Kääls  hergerichtet. Passend zum diesjährigen Sessionsmotto „Hobbys vun hück und fröherer Zick“ zierten Tänzer aus den 70er Jahren die Bühne. Pünktlich um 20:00 Uhr erfolgte die Begrüßung durch Sitzungsleiter Dominik Müsch. Im Anschluss zog Seine Tollität Prinz Detlev I. mit seinem Hofstaat ein. Im Saal wurde es ganz still, als Präsident Edgar Müsch den Prinzen mit Gefolge begrüßte und Seine Tollität ihm den Gesellschaftsorden verlieh. Im Anschluss brachte Maria Axler den Prinzenschlager dar und der Prinz und sein Hofstaat nahmen in der Prinzenloge ihre Plätze ein.

Danach präsentierten sich die Kleinsten der Gesellschaft - das Kindertanzcorps mit dem Tanzpaar Franziska Weber, quasi als „Alt-Mariechen,“ und das neue Mariechen Giuliana Usala mit Simon Buchwald, an der Fahne Tim Buchwald. 17 Kinder im Alter von 4 bis 9 Jahren wibbelten zu „Wolkeplatz“ über die Bühne. Nicht auszurechnen wieviel Probenzeit dafür von den Trainerinnen Daniela Buchwald, Carolin Behnke, Dorothee Schiefer und Anke Walendy aufgewendet worden ist.

Würden die Gebrüder Grimm heute leben, wäre ihr bekanntes Märchen über das Mädchen mit der roten Kappe wohl in etwa so ausgefallen, wie in der Version der JÄKen Früchtchen, „Rotkäppchen und der krass BÖSE Wolf“.
Die Mutter (Sina Walendy) ist mit der Beziehung zwischen Rotkäppchen (Alessa Knuth) und dem Jäger (Franziska Schönenberg) nicht einverstanden und setzt sie deswegen vor die Tür. Auf dem Weg zu ihrer Großmutter (Luisa Anfang) trifft sie den Wolf (Michaela Schönenberg) und das Übel nimmt seinen Lauf. Betreut wird die Truppe von Nathalie Roschke, Isabell Schoepe und Manuela Thiel.

Es folgte der Gesang „Du bes Kölle“, gesungen von Bianca Knuth und Thomas Schönenberg. Mit dem Sketch „Bundeswehr heute“ gewährte die Gruppierung „verdrüschte Früchte“, bestehend aus ehemaligen Mitgliedern der Gruppe JÄK, einen Einblick in den Alltag heutiger Bundeswehranwärter. Zum Leidwesen des Unteroffiziers (Sascha Schüller) sind dies heute nur noch Freiwillige mit dem Recht zu kündigen. Wo so etwas hinführen kann, wurde in dem Sketch sehr deutlich, sodass der Oberst (Christian Kühn) einschreiten musste, um einen Nervenzusammenbruch des Unteroffiziers zu verhindern. Die Rollen der eigensinnigen Anwärter wurden besetzt durch Alexander Kourtis, Michaela Müsch, Christian Müsch, Katharina Zimmermann und Manuel Roth. Betreuerin und „Saftladenzuammenhalterin“ ist Katharina Zimmermann.

Danach brachten die Änze Pänz - Alessa Knuth, Michaela Schönenberg und Franziska Schönenberg – mit „Mir han e Hätz für Kölle“ den Saal zum Stehen. Als „ne Kappeskopp“ brachte Mirijam Harrer allen näher, wie der Alltag in ihrem Büro bzw. der  Irrenhauszentrale aussieht und hielt die Saalgäste auf dem Laufenden, was aus der Diät bezüglich ihrer Hochzeit vor drei Jahren geworden ist. Damit ist sie zwar nicht viel weiter gekommen, hat aber einiges an „unnützem Wissen“ über Lebensmittel gewonnen.

Nun wurde es Zeit für den Auftritt des Jugendtanzcorps. Die 17 Tänzerinnen und Tänzer tanzten auf „De Welt noch nit jesinn“ und anschließend auf ein Medley. Die Kids im Alter von 10 bis 15 Jahren erfreuten mit ihren Darbietungen das Publikum und bekamen zum Schluss auch ein Präsent von Prinz Detlev I. Die Trainerinnen Leonie Gotzens, Katharina Dick und Jacqueline Winters sind mit Recht stolz auf ihre Truppe.


Mit dem wunderbaren Lied „Dröm loss mer noch ens schunkele“ von Willi Ostermann entführte Doris Pesch alle in den Karneval von Anno dazumal. Zurück im Karneval von Heute zog die Burgwache - das Tanzcorps der Änze Kääls -, angeführt von Fahnenträger Christian Hirsch, mit Mariechen Miriam Speth und Offizier Christian Kühn auf die Bühne.  Die Burgwache legte mit „Ein Hoch auf die Liebe“ kräftig los. Man sieht den 15 Tänzerinnen und Tänzern den Spaß bei der Sache förmlich an. Es folgten Ehrungen durch den Präsidenten Edgar Müsch.

  • Für je 25 Jahre Mitgliedschaft bei der KG Änze Kääls wurden Irene Güsgen, Inge Müsch, und Andrea Schmitz geehrt.
  • Gertrud (Trudi) Koll und Ehrenpräsident Heinz Pesch konnten eine Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft entgegen nehmen.
  • Auf stolze 50 Jahre Mitgliedschaft kann Joachim Koll zurückblicken.

Als letzte Nummer vor der Pause zeigte die Burgwache mit „Oberaffengeil“ nochmal ihr ganzes Können und holte sich beim Prinzen den wohlverdienten Orden ab.

Nach der Pause begrüßte Dominik Müsch das Publikum und führte gekonnt durch den 2. Teil der diesjährigen Kostümsitzung. Als erste Nummer nach der Pause trat die Gruppe JÄK (Junge Änze Kääls) mit einem Sketch auf. Nachdem Prinz Detlev I. auf der diesjährigen Prinzenproklamation erzählte, dass er zu seinen Stommeler Zeiten einen Teil seines Gefolges verloren hatte, beschloss die Gruppe JÄK, dass solch ein Malheur in Worringen auf keinen Fall passieren darf. Um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, wurde von der Gruppe kurzerhand ein „Speed Dating“ für den Prinzen organisiert, bei welchem er einen würdigen Ersatz für den Ernstfall suchen konnte. Nach einer Kennenlernrunde mit kniffligen Fragen entschied sich Prinz Detlev I. für den, aus seiner Sicht, geeignetsten Kandidaten.

Als Moderatoren Duo unterstützen den Prinzen Laura Quehl und Michelle Gruß. Kennenlernen durfte Prinz Detlev I. den „Bauarbeiter“ Fredrick Holz, den „Schützen“ Fabian Müsch, „Safari-Susi“ Marisa Bröder, die „Putzfrau“ Franziska Bartschat und den „besonderen Charakter“ des Yannick Holz. Betreut wird die Gruppe von Manuel Roth, Katharina Zimmermann und Michaela Müsch.
Danach begeisterten die Mädche vum Rhing - Bianca Knuth, Vicki Müsch, Doris Pesch - mit „Ich dräume wirklich jede Naach vun Dir“. Im Anschluss folgte eine Rede von „Jacqueline (Jacqueline Winters) und Oskar (eine Bauchrednerpuppe)“. Oskar, die typisch freche Puppe wurde dabei von Jürgen Winters gesprochen. Es folgte das „Original Wurringer Buure Schnäutzer Ballett“, das in diesem Jahr sein 40- jähriges Jubiläum feiert. Angeführt von einer Geburtstagstorte und den Schnäuzerfackeln der letzten 10 Jahre zogen die Auftretenden in Uniform zum „Appelsine-Funke-Marsch“ von Wicky Junggeburth in den Saal.

Vor dem Aufzug auf die Bühne legten die Damen Hut und Frack ab und brachten mit ihrem Tanz zu Despasito den Saal in Fahrt. Zugabe? Für die 11 Damen, trainiert von Michelle Gruß, kein Problem. Auftretende Schnäuzer waren Marita Sandmeier, Claudia Gruss, Conny Meier, Waltraud Hochbruck, Hiltrud Zimmermann, Renate Pache, Ute Mies und Angelika Bilstein. Weiterhin zu erwähnen sind Petra Eich, Claudia Krieger und Helga Annas (leider gesundheitlich eingeschränkt).
Bei „Ohh, … der Blinddarm…!“, einem Zwiegespräch von Petra und Sascha Schüller, folgte ein Verwechslungsspiel zwischen Krankenhaus und Autowerkstatt. Auf dem Weg Richtung Zielgerade begeisterte Katharina Zimmermann mit „Jeck Yeah“. Anschließend entführte die Burgwache mit ihrem Zusatztanz das Publikum in den Wilden Westen. Mit einem Indianer Medley zeigte die Truppe nochmals ihr Können. Die Begeisterung des Publikums war deutlich zu sehen und zu hören.

Zum Abschluss standen noch einmal alle Interpreten gemeinsam auf der Bühne, um die Gäste mit dem Lied „Kölner Leechter“ zu verabschieden. Sitzungsleiter Dominik Müsch dankte den Verantwortlichen für eine gelungene Sitzung, aber allen voran dem hervorragenden Publikum, welches, trotz später Stunde, aufmerksam geblieben war. Mit dem Büttenmarsch „Un wenn d`r Deuvel och op Stelze kütt“ - gesungen von Thomas Schönenberg und allen Auftretenden- verabschiedeten sich die Änze Kääls von der Bühne. Prinz Detlev I. hatte seine Zusatzaufgaben mit Bravour gelöst und konnte zufrieden nach Hause fahren. Das Publikum war sich einig: Mir han en schön Sitzung jesinn.


WorringenPur.de/16.01.2018
Bericht: Anika Höffken
Fotos: Alexander Kourtis/Vanessa Kadow/Thomas Hansen
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski