Kostümsitzung der Änze Kääls Worringen
Geöffnete Herzen, Newcomer & treu gebliebene

Die KG ÄNZE KÄÄLS Köln-Worringen v. 1926 e.V. starteten zu einem über 4 stündigen Sitzungsprogramm. Dazu wurden nach der Begrüßung durch Moderator Dominik Müsch, zuerst die „Herzen“ geöffnet. Die Session 2019 steht unter dem Motto „Do jeit uns et Hätz op.“ Das nahmen die Bühnenbauer um Irene Speth mit Unterstützung der Wagenbauer wörtlich und hatten kurzerhand aufklappbare Herzen auf der Bühne angebracht. Die Sitzung startete mit dem Einzug von Prinz Manny I. aus der KG Löstige Junge samt Hofstaat. Nachdem der Präsident der Änze Edgar Müsch die Vorstellung absolviert hatte, überreichte er neben Geschenken für Prinz, seine Gattin und die Hofdamen, auch als Zeichen der Verbundenheit den Vereinsorden der KG Änze Kääls. Eine Tradition in Worringen. Nachdem Mario Paulus mit Combo den Prinzenschlager zu Gehör brachte, durfte auch der Prinz ein paar Worte sagen. Ob er sich dabei kurz fasste…? Nachdem die Kapelle „Die Dixies“ unter der Leitung von Artur Schmitz den Prinzen samt Gefolge mit einem Klatschmarsch in seine Loge begleitet hatte, konnte es weiter gehen.

Das Kindertanzcorps der KG Änze Kääls marschierte auf die Bühne, allen voran Fahnenträger Tim Buchwald. 17 Jungen und Mädchen im Alter von 4 – 9 Jahren zeigten mit einem „Medley“ ihr Können. Offizier Simon Buchwald und Mariechen Giuliana Usala wurden wie die anderen Kinder vorgestellt und erhielten ein Präsent. Wie sich das für ein Mariechen gehört, groß oder klein, bekam Giuliana noch ein Sträußchen Blumen überreicht. Dem Trainerteam Carolin Behnke, Doro Schiefer und Anke Walendy dankte man ebenfalls, und der Applaus des Publikums war dem Kindertanzcorps gewiss. Die JÄKen Früchtchen zeigten in diesem Jahr einen Sketch rund um das Thema „Schule“ und auch hier hatte das Publikum sichtlich Spaß. Alessa Knuth als Lehrerin und als Schüler Luisa Anfang, Franziska Weber, Michaela und Franziska Schönenberg machten ihre Sache als Eisbrecher des Abends gut. Der Dank für das Einstudieren galt dem Betreuerteam Nathalie Roschke, Isabell Artz und Manuela Thiel.

Mit „Dat du dat Tatoo has“ brachte Vicki Müsch den ersten Schlager des Abends zu Gehör. Mit Unterstützung des musikalischen Leiters Hans Peter Hemmersbach, der sich auch für das Einstudieren und Begleiten der anderen Gesangsnummern des Abends verantwortlich zeigt, brachte sie Stimmung in den Saal. Bei dem Sketch „Kita SCHLECKERmäulchen“ zeigte eine Gruppierung mit Namen „Verdrüschte Früchte“, dass man auch nach einer aktiven Karriere in der Gruppe JÄK (Junge Änze Kääls) auf der Bühne ein zu Hause finden kann. Bei dem Sketch, in dem eine ehemalige Schlecker-Filiale samt Personal in eine Kita mit „rationaler Regalpädagogik“ umgewandelt wurde, blieb kein Auge trocken.

Mit „Auf einmal ist man 50“ erzählte Doris Pesch gesanglich vom älter, aber nicht alt werden. Seit vielen Jahren schon erfreut Doris die Zuschauer oder besser Zuhörer mit mitreißenden Melodien. Die Rednerin Mirijam Harrer zog vor Jahren der Liebe wegen nach Xanten. Sie blieb ihrem Verein der KG Änze Kääls aber nach wie vor treu. Sie schreibt ihre Reden selbst und erzählt von ihrem Leben und ihrem Liebsten, mal Hasi und mal Gorilla. Auch in diesem Jahr wurde der aufmerksame Zuhörer nicht enttäuscht. Anschließend wurde wieder getanzt. Der Saal erhob sich, um das Jugendtanzcorps der KG Änze Kääls zu empfangen. Die 13 Jugendlichen im Alter von 10 – 14 Jahren zeigten nicht nur einen fulminanten Tanz auf “Stell de Stadt op d’r Kopp“. Zusammen mit ihrem Trainerteam Leonie Gotzens, Jacqueline Winters (leider erkrankt) und Katharina Dick choreographieren sie auch die Tänze mit. Dominik Müsch stellte die Truppe namentlich vor.


Bevor es aber mit dem zweiten Marsch weitergehen konnte, trat nochmal Präsident Edgar Müsch auf die Bühne und brachte Jubilarin Beate Günther mit. Sie wurde für 25 Jahre aktive Vereinsmitgliedschaft mit dem besonderen Orden ausgezeichnet. Die Urkunde wurde von Beates Enkelin Lara angereicht, die selber im Jugendtanzcorps tanzt. Nach einem herzlichen Applaus geleitete Edgar die Jubilarin wieder an ihren Platz und das Jugendtanzcorps konnte auch noch den Marsch auf „Die Welt noch nit jesinn“ tanzen. Die KG Änze Kääls ist mit Recht stolz auf ihren Nachwuchs. Lustig ging es weiter im Programm. Als „Die Huuswiever“ traten erstmals Conny Meier und Claudia Gruß mit einem Zwiegespräch gemeinsam auf. Sie erzählten am geöffneten Fenster, von Flugreisen, Parshippen, Nachbarn und Frühlingsrollen. Im nächsten Jahr freut sich der Verein schon auf ein neues Zwiegespräch der beiden.

Beim Auftritt der Burgwache, das Tanzcorps der KG Änze Kääls, konnten das Publikum Tanz und Akrobatik bewundern. Ein echter Hingucker. Das Trainerteam Manuela Anfang, Bianca Knuth und Marcus Engel hatte zusammen mit der Gruppe wieder einen sehr schönen Tanz einstudiert. Nach einer kurzen Verschnaufpause konnten die 23 Tänzerinnen und Tänzer dem staunenden Publikum vorgestellt werden. Wenn der Festkomiteepräsident Klaus Dittgen die Bühne betritt, wird es offiziell: An diesem 19. Januar 2019 würdigte er Stephan Güsgen für seine Verdienste um den Worringer Karneval mit einer Laudatio und dem Orden des Festkomitee in Gold. Stephan zeigte sich sichtlich gerührt.

Nach Abmarsch des neuen Ordensträgers und des Festkomiteepräsidenten, tanzte die Burgwache auf „Ein Hoch auf die Liebe“ gutgelaunt und gekonnt den zweiten Marsch. Die Fahne trägt Christian Hirsch, Kommandant ist Fabian Müsch. Das Tanzpaar bilden der Offizier Christan Kühn mit seinem Mariechen Miriam Speth. Sie erhielten die Präsente des Vereins als kleinen Dank an die Truppe, Dominik freute sich, dem Mariechen Miriam den Blumenstrauß überreichen zu dürfen. Dann schlug die große Stunde des Prinzen, durfte er doch der Burgwache seinen Prinzenorden verleihen und die jungen Damen auch gleich bützen. Mit einer ausgefeilten Choreografie verkürzte die Burgwache den Zuschauern das Warten, was allgemein für eine Auflockerung sorgte. Danach zogen die Burgwache und der Prinz mit seinem Gefolge ab. Alle hatten sich eine Pause verdient.

Nachdem sich der Prinz in der Pause stärken konnte, zog er gutgelaunt mit seinem Gefolge zur zweiten Hälfte auf. Das Programm startete mit der Gruppe JÄK. Was macht eigentlich… haben sie sich gefragt und sich dabei Fernsehrichterin Barbara Salesch rausgesucht. In ihrem Sketch zeigten die JÄK in herrlich überspitzer Weise, was passiert, wenn die Bewohner des Seniorenheims „Kalter Kühlschrank“ IHRE Richterin zur Schlichtung und Aufklärung all ihrer Problemchen heranziehen. Das Betreuerteam Michaela Müsch, Katharina Zimmermann und Manuel Roth haben mit ihrer Truppe dem Publikum wieder mal viel Spaß bereitet. Dann wurde es wieder Zeit für Musik. Michele Gruß brachte „Et Köbeslied“ dar. Doch halt, nur Michele? Nein, aus dem Off unterstütze sie ihre Mutter Claudia Gruß gesanglich und die beiden brachten den Saal dazu, kräftig mitzumachen.

Prominenz auf Worringens Bühne folgte dann. Sascha Grammel mit seinem Vogel tauchte auf. Oder war es vielleicht doch eher Sascha Schüller, der Sohn des Prinzen Manny I., der seine Bauchrednerpuppe mitgebracht hatte? Hinter der Verkleidung der Puppe versteckte sich Moderator Dominik Müsch. Auch sie sind hervorragend beim Publikum angekommen. Manche Verbindungen werden im Himmel geschlossen. Manche aber auch beim gemeinsamen Singen an der Theke. So geschehen damals bei den Gesangsduo, das nun folgte. Mit „Dä Wing vun Kölle am Rhing“ brachten Bianca Knuth und Thomas Schönenberg das Publikum zum Schunkeln. Sie wurden mit begeistertem Applaus belohnt.

Es folgte eine weitere Newcomerin: Mit „Die Muffinjeans“ gab Literatin Vicki Müsch ihr Rednerdebüt. Zusammen mit dem AK-Sitzung ist Vicki die Verantwortliche für das Programm. Für ihre Ausführungen zur Weight Watchers Gruppe und Unterschieden zwischen Frauen und Männern konnte auch sie ein Präsent in Empfang nehmen. Katharina Zimmermann vervollständigte den Reigen der Sänger. Mit „Mer schrieve Jeschichte“ brachte sie auch zu später Stunde noch mal Stimmung in den Saal. Erinnern Sie sich an die frühen 90ger Jahre, als die Aerobicwelle ihren Höhepunkt hatte? Die Burgwache zeigte mit ihrem Zusatztanz, dass die Lieder von damals auch heute noch gut ankommen. Erst nach einer Zugabe war das Publikum zufrieden.

Dominik Müsch dankte im Anschluss allen Auftretenden und allen Helfern, die zum Gelingen der Sitzung beigetragen hatten. Ein besonderer Dank galt Prinz Manny I und natürlich einem hervorragenden Publikum. Zu vorgerückter Stunde wurde die Sitzung wie bei den Änze üblich, mit Singen des Büttenmarsches beendet. 3 x Wurringe Alaaf und Prinz Kamelle!


WorringenPur.de/21.01.2019
Bericht: Anika Roth & Vicki Müsch
Fotos: Alexander Kourtis
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski
mit freundlicher Unterstützung von Miriam Speth