Kinderträume auf der Kindersitzung
der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen von 1926 wurden wahr
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Man muss kein Fan von Helene Fischer sein, aber das Lied „Zirkustraum“, das sie zusammen mit den Höhnern gesungen hat, spiegelt in der Tat die Sehnsucht vieler Kinder wider, auch einmal in der Manege bzw. auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu stehen. Was lag da also näher, dass dieses Lied, vorgetragen von den beiden Moderatorinnen des Nachmittags, die beiden Geschwister Anne und Silke Jansen, die diesjährige Kindersitzung der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen eröffnete. Und für all die vielen großen und kleinen Jecke im Saal des Worringer Vereinshauses bot sich vor dem Hintergrund eines Zirkuszeltes ein traumhaftes Programm, für das sich erstmals Marietta Wirtz und Hans-Josef „Juppela“ Dittebrand verantwortlich zeigten.

Fast zwei Stunden lang wurde gesungen, geschunkelt und getanzt, sicherlich auch zur Freude des diesjährigen Worringer Narrenherrschers Prinz Manny I., der mit seinem Hofstaat die Sitzung verfolgte. So traten u. a. Claudia Hund und Marika Pilz mit dem Lied „Wenn et Hätz dich röf“ und Sarah Steven mit dem Brings-Ohrwurm „Liebe gewinnt“ auf. Erstmals alleine auf der Bühne stand die erst 12-jährige Fiona Ameis. Sie begeisterte das Publikum mit dem Lied „Kinder der Sterne“. Ihr Lohn: Tosender Applaus. Abgerundet wurde das Liedreigen von Marietta Wirtz, die gegen Ende der Sitzung das Lied „Ävver D’r Dom bliev stonn“ vortrug.

Auch in tänzerischer Hinsicht konnten alle Träume erfüllt werden. Ob das 14-köpfige Kindertanzkorps (Leitung: Stefanie Ettrich und Aline Stark), die Majorettengarde (Leitung: Jessica Bücher, Saskia Pleißner), das Funkenkorps mit dem schmucken Tanzpaar Sabrina Gaugler und Stephan Nosbüsch (Leitung: Funkenkorpskommandant Dominik Jansen) oder die „Dilldöppcher“ (Leitung: Marion Ameis), die für diese Session zusammen mit den Majoretten einen Tanz einstudierten, sie alle zeigten wunderschöne Choreografien. So manch ein Mädchen oder ein Junge hätte gerne mit den Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne tauschen wollen. Und wer weiß: Vielleicht sehen wir das ein oder andere Kind in naher Zukunft auch einmal auf der Bühne des Worringer Vereinshauses.


Ein Höhepunkt für alle kleinen – und sicherlich auch großen – Jecke war der Auftritt der „Vereinigten Worringer Tanzpaare“ (Leitung: Carolin Kohr und David Jansen). Diese Truppe besteht aus den Tanzpaaren der Traditionstanzkorps aller im Festkomitee Worringer Karneval angeschlossenen Gesellschaften: KG Immerfroh von 1902, Närrische Grielächer von 1902, KG Löstige Junge von 1909, KG Änze Kääls von 1926, Große Karnevalsgesellschaft von 1926 und der Männergesangverein von 1848.

Musikalisch unterstützt wurde die Kindersitzung traditionell von der Haus- und Hofkapelle der Großen Karnevalsgesellschaft unter Leitung des ehemaligen Präsidenten Holger Miebach (Bass: Armin Brischke; Keybord: Hans-Peter Hemmersbach; Posaune: Hans-Peter Klösges; Schlagzeug: Holger Miebach; Akkordeon: Frank Sandmeier; Trompete: Ralf Schweren). Die musikalische Gesamtleitung unterlag Siegmund Pchalek.
Am Ende jedenfalls hieß es Abschied nehmen bis zum nächsten Jahr, auch wenn viele gerne noch länger geblieben wären. Doch man darf annehmen, dass so manches Kind noch lange von dieser Kindersitzung geträumt hat...


WorringenPur.de/27.02.2019
Bericht: Peter Schmidt
Fotos: Bianca & Thomas Bochem
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski