Kaffee-Kuchen-Korn
Die einzige Frauensitzung im Dorf
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Worringen
In diesem Jahr beginnt der Sitzungsmarathon der Grielächer mit der 1. KKK Sitzung. Seit 30 Jahren heißt es an ein bzw. zwei Sonntagen in der Sitzungszeit in Worringen: Kaffee-Kuchen-Korn. Die einzige Frauensitzung im Dorf, die den Grielächern seit 3 Jahrzehnten einen vollen Saal beschert. Das bunt gemischte Programm ist den beiden Literaten Dirk Kohr und Christina Renner auch in diesem Jahr wieder sehr gut gelungen. Nachdem alle Fraulück ihren Kaffee getrunken, den Kuchen verspeist und den Korn traditionell mit dem Sitzungsleiter zu sich genommen hatten, ging es los.


Als Eisbrecher brachten in diesem Jahr Desiree Pethke und Verena Loesch mit ihrem Lied „Jott un de Welt“ den Saal in Wallung. Im Hintergrund wurden viele alte Bilder auf Leinwand gezeigt, wo sich der ein oder andere in Jung wiedererkannte. Präsident Detlev Michelsen fungierte in diesem Jahr endlich mal wieder in der Funktion des Sitzungsleiters und begrüßte die Fraulück im Saal. Sein Elferrat war wie immer bunt gekleidet und in bester Karnevalsstimmung. Als erstes empfing Detlev Michelsen seine Tollität Prinz Manny I. mit seinem Hofstaat.

Ein Traum für einen Prinzen, von einem vollen Saal von jecken Weibern empfangen zu werden. Nach Vorstellung des Hofstaates und des Prinzenschlagers durften sie endlich auf die Bühne. Mittlerweile 25 Kinder ist das Grielächer Kindertanzkorps stark. Auf das Lied „Steh auf, mach laut“ von den Höhnern brachten die Kleinen des Vereins eine grandiose Darbietung. Als Zusatztanz gab es etwas zum Mitmachen.  Jeder kennt „das rote Pferd“. Und so war schon am Anfang der Saal in großer Mitmachlaune.  Schön zu sehen, dass schon die „Kleinen“ einen eigenen Fahnenträger haben, der gekonnt die Kindertanzkorpsfahne bei Ein-und Ausmarsch vorantrug. Der Trainerin Iris Krieger war der Stolz anzusehen.
Bereits im zweiten Jahr steht Marie Reuter mit ihrer Gitarre auf der Bühne. Mit den Liedern „Immer immer wieder“ und „Mer sin eins“ verzauberte sie das Publikum und sorgte für absolutes Gehör. Schon viele Jahre mit dem Worringer Karneval verbunden präsentierte „ne komische Hellije, alias Peter Kolb“ dem Publikum wieder viel Verzäll über Lück und et Leeve. Das Publikum dankte ihm mit viel Applaus. Mit einem kölschen Potpourri erfreute die Gruppe „Krumm und Schief“ das Publikum. Wer kennt sie nicht die alten kölschen Karnevalsklassiker. Es schien als wenn alle Fraulück ziemlich textsicher waren.
Vom Traditionstanzkorps wurde in „Eigenregie“ die nachfolgende Darbietung einstudiert. An den Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ angelehnt führte das Traditionstanzkorps mit Gesang einen spektakulären Tanz auf. Das nächste Highlight war wieder etwas zum Mitsingen. Schon seit einigen Jahren auf der Grielächerbühne zu Gast, Mr.Tottler. Mit seiner Darbietung bringt er den Saal jedes Jahr zum Kochen. Kaum jemanden hielt es noch auf den Stühlen. Ein Highlight jagte das nächste, denn der folgende Auftritt sorgte etwas für Verwirrung. Wem gehören denn jetzt die Füße? Und wem die Hände? Dass sich jeweils zwei Personen in einem Heinzelmännchen befanden, war nur schwer zu erkennen. Auf einen Mix bekannter Hits und Karnevalslieder präsentierten die „Wurringer Zwerge“ eine tolle Show fürs Auge. Grandios und das Publikum dankte mit tosendem Beifall.


Endlich war es dann auch für das Jugendtanzkorps soweit. Auf das Lied „Nimm die Beine in die Hand“ von den Zipfelbuben präsentierten sie einen sehr schönen Tanz, wo sie sprichwörtlich auch die Beine in die Hand nahmen. Zum Teil sind die Mädels aus dem Jugendtanzkorps schon seit Kindertanzkorpszeiten dabei. Einige von ihnen stehen schon in den Startlöchern, um nächstes Jahr bei den Großen dabei zu sein. Anders wiederrum stehen einige aus dem Kindertanzkorps schon Fuß scharrend da, um bei dem Mittleren dabei zu sein. Anschließend kam Michael Ligocki als „die Oma“ durch den Saal. Auf das Lied „Do is ja de Oma“ präsentierte er eine witzige Parodie und nahm alle in seinen Bann. Lila Kleid, jeder wusste wer nun kommt. Frau Knubbelich, alias Angelika Lindlau, vergnügte die Fraulück wieder mit ihrem Verzäll aus dem Leben und ihrem Dusseldier. Sie bezieht das Publikum immer so mit ein, dass jeder zuhören muss. Traditionell gibt es bei Angelika immer Standing Ovation, wie auch in diesem Jahr, was sie ziemlich berührte.
Nun war das Publikum wieder gefordert. Die Trummegruppe präsentierte den Song „leev Marie“ den auch alle kräftig mitsangen. Die Stimmung im Saal war grandios und es gab viel Beifall. Nach Abzug der Trummegruppe zog das Traditionstanzkorps auf die Bühne. Die Mädels und Jungs müssen sich schon in zwei oder drei Reihen aufstellen, damit sie alle auf die Bühne passen. Zu dem Lied „Denk nit immer zweimol“ von Miljö präsentierten sie ihren neuen Tanz. Die Truppe hat in diesem Jahr einigen Zuwachs aus dem Jugendtanzkorps erhalten. Man sieht ihnen den Spaß und Zusammenhalt beim Tanzen an. Wohlverdient gab es natürlich eine Zugabe auf das Lied „dä Plan“. Gereon Wirtz als ehemaliger Fahnenträger tanzte dieses Jahr erstmals in der Reihe mit. Seinen Posten als Fahnenträger übergab er mit großer Freude an Jonas Kahlfuss.
Nach Abmarsch des Traditionstanzkorps gab es zwar nichts zum Schunkeln aber dafür zum Schmunzeln. Michel Ligocki und Sarah Steven schlüpften in die Rollen von Roland Kaiser und Maite Kelly und trugen das Lied „Warum hast du nicht nein gesagt“ vor. Auch ihnen beiden war der Spaß an diesem Auftritt anzusehen und sie ernteten viel Beifall. Plötzlich gab es eine Durchsage wie am Flughafen: Willkommen bei der Grielius Airline. Das Publikum war erst verwirrt, doch dann sahen sie das Männerbalett „de Blattfeddere“ im neuen Outfit auf der Bühne. Im „kurzen Schwarzen “ tanzten sie auf bekannte Schlager und Hits. Im Saal hielt es kaum noch jemanden auf dem Stuhl. Ein super Auftritt, der den Saal zum Kochen brachte. Steigern konnte man die Stimmung kaum noch. Aber als die Albatrosse auf die Bühne kamen kochte der Saal weiter. Schon seit sehr vielen Jahren treten die Albatrosse auf den KKK-Sitzungen auf. Die Fraulück hielt es nicht mehr auf den Stühlen und alle sangen die kölschen Lieder mit.

Nach diesem Knaller Auftritt verabschiedete Sitzungsleiter Detlev Michelsen die Band und bedankte sich beim Publikum, allen Auftretenden und den Literaten für den ziemlich gelungenen Nachmittag. Ohne Unterstützung der großen Grielächerfamilie wäre eine solche Sitzung gar nicht zu stemmen. Toll, dass so etwas heutzutage noch möglich ist und alle an einem Strang ziehen.


WorringenPur.de/07.02.2019
Bericht: Nicole Kohr
Fotos: Norbert Rosendahl
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski