Kölle Putzmunter
Das ganze Dorf soll sauberer werden
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Köln-Roggendorf/Thenhoven
Samstag, 10 Uhr, lGroßeinsatz des örtlichen Bürgervereins zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr, Löschgruppe Köln-Roggendorf/ Thenhoven, des Schützenvereins und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern zum wiederholten Mal für den sinnvollen Zweck: “Unser Dorf soll auch sauberer werden”. Worringen war letzte

Woche „dran“, heute „hat es uns gepackt!“, so Rene König, Schützenkönig von Roggendorf/Thenhoven und 2. Vorsitzender des Bürgervereins. Er steht pünktlich und sportlich-energisch vor der  versammelten Mannschaft an den Toren der Freiwilligen Feuerwehr in der Quettinghofstraße und sagt, was ansteht und wo es lang geht.
Ca. 35 entschlossene Männer, Frauen und auch einige Kinder scheuen sich vor keinem Dreck und bemühen sich, die verteilten orangenen Plastiktüten mit Müll, der achtlos, aber manchmal auch absichtlich „entsorgt“ wird, zu füllen. Die Helfer  verteilen sich auf bestimmte Straßenbereiche und räumen dort bis 13.00 Uhr auf. Der abgepackte Müll wird anschließend  von einem Fahrdienst mit Anhänger eingesammelt, am Sportplatz deponiert und von der AWB ab 14.00 Uhr abgeholt.
Der Müll liegt nicht einfach auf der Straße oder auf dem Bürgersteig, er hat sich häufig ins Gebüsch verkrümelt, fühlt sich wohl in Ecken, die auch gerne feucht sind. Man muss sich oft bücken. Sogar eine Stadtprinzessin beim Stadtverband der Kölner Schützen, Anna-Lena Rückert, ist sich nicht zu schade. Und auch der Ex-Schützenkönig von Roggendorf, Michael Buchner, ist für diese neue Aufgabe offen. Ute Flick vom Bürgerverein zerbricht sich den Kopf über die  Hintergründe der auffälligen Ansammlung von Kaffeebechern im Gebüsch am Mörter Weg. Bernd Schugt und Nils Trippelsdorf vermelden spontan erste Ergebnisse, während sie aus dem Gebüsch an der S-Bahn-Brücke hervorlugen: „Letztes Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon 3 Säcke, statt wie jetzt nur einen gefüllt“. Ist Roggendorf/Thenhoven etwa

sauberer geworden? Man wird es sehen.

Es war eine gute Vorbereitung, so hört man zum Abschluss bei einer leckeren Suppe, gespendet von der Freiwilligen Feuerwehr. Die Bewohner des Neubaugebietes waren eingeladen worden vorbeizukommen, das war richtig. Dass viele Kinder mitgemacht haben, war auch gut. Die Beteiligung  von Bürgern könnte schon noch ausgebaut werden. Man lernt sich schließlich auch besser vor Ort kennen und tut etwas für die Kontaktpflege und die Gemeinschaft. Nicht zu vergessen ist das Stichwort „Sensibilisierung für die Belange des Umweltschutzes“. Das  beschäftige ja immer mehr Menschen, wie z.B. die Umweltschäden durch den Plastikmüll. Wie schon geahnt, war die Menge des eingesammelten Mülls in diesem Jahr merklich geringer als im letzten Jahr. Aber das hat die Zufriedenheit und die positive Stimmung der Helfer noch bestärkt. Sie fühlen sich auf dem richtigen Weg und sind stolz auf ihren Beitrag für das Dorf. Norbert Güsgen sagt: „Die Botschaft ist doch: Das muss man so weitermachen!“


WorringenPur.de/24.04.2018
Bericht & Fotos: Elisabeth Pieper-Jannicke
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski