Red Rooster - Coverband:
Die Rolling Stones in Worringen
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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Frau Nachbarin – Musik, Comedy, gute Laune 2017“, fand in der Gaststätte “Haus Schlösser” ein „historisches Konzert“ statt. Beate Rademacher, die Initiatorin, gemeinsam mit Barbara Herrlich luden zu einem kleinen, aber feinen musikalischen Glanzlicht ein: Die Red Roosters aus Aachen, eine Rolling Stones Cover Band, kamen und weckten mit den

bekannten Rolling Stones Songs gute, alte Gefühle der Besucher. Die Gruppe setzt sich zusammen aus: Axel Döhling: Sänger,  Ralf Hohn: Solo Gitarre, Ludwig Jansen: Rhythmus Gitarre; Markus Lieffertz: Bass, Mario Kollek: Drums; Jochen Wenn: Technik.

Die fünf Stones Fans der ersten Stunde haben, wie sie selbst sagen, seit frühester Jugend den Sound der Rolling Stones eingeatmet. Diese Musik hat sie nicht mehr losgelassen. Sie blieben ihren Idolen treu. Im Laufe ihres Musikerlebens hat sich ihre Gruppe in der Zusammensetzung verändert, was sie nicht als Nachteil empfinden, sondern als einen ganz normalen Prozess. In der jetzigen Besetzung, in der sie spielen, als wären sie schon lange ein gutes Team, sind sie erst seit 5 Monate zusammen. Das merkt man nicht. Das ist eben Bühnenerfahrung. Rund um Aachen und auch darüber hinaus haben die Red Roosters eine feste und treue Fangemeinde. Ihr Repertoire von 25 Stücken wird weiter ausgebaut. Das kommt ganz gelassen rüber, als der Chef der Band, Ludwig Jansen, über die Pläne

der Gruppe spricht. Er bleibt dabei zurückhaltend. Die Red Roosters wirken bodenständig, echt und sympathisch. Der Spaß stehe im Vordergrund und das Publikum sei immer begeistert, sagt Ludwig Jansen nicht ohne Stolz.

Nun zu den Gästen. Die meisten Gäste im Haus Schlösser waren auch nicht mehr ganz jung, was bei einem Rolling Stones Liederabend kein Zufall war. Sie kannten wohl aus eigener Erfahrung die Songs der Rolling Stones gut, waren vielleicht auch Fans und genossen diesen Abend zunehmend. „It`s all over now“, heißt zu Anfang ein bekannter Rock-Blues, wodurch die Stimmung im Publikum gleich ansteigt. Die Ersten summen leise mit, dann der Einsatz der Mundharmonika, er ist sehr gefühlvoll, schön und intensiv. Das Publikum ist noch etwas verhalten, aber bei „Under my thumb“ spürt man, wie Axel Dörings Singen ins Mikrofon immer freier wird, da ist auch das Publikum angetan. Nach einigen Liedern sprang dann der Funke über und viele sangen mit, aber mit Maß. Der Worringer an sich.

Was besonders begeistert, ist die Kraft, Energie und die Konzentration, die von den Musikern ausgeht. Es war laut. Der Saal im Haus

Schlösser, das „Wohnzimmer“ dieser Veranstaltungsreihe, ist ja tatsächlich ein mittelgroßer Raum und kein Saal. Die  Red Roosters gaben ihr Bestes und wenn sie dann in die Rollen von Mick Jagger, Ron Wood und Keith Richard usw. schlüpften, dann kam richtig Power und viel Gefühl herüber. Tolle Stimmung nach “You can`t always get, what you want… You get, what you need” , mit dem Mundharmonikaspiel von Axel Döring. Weitere Stücke (Auswahl) : Mit “Bye, bye , Johnny”, „Paint it black“ und „Jumpin´ Jack Flash“  bricht ein Ansatz von expressiver Freude unter dem dankbaren Publikum aus. Ein sehr intensives Spiel gelingt dem Sologitarristen Ralf Hohn, der ohne Blickkontakt mit seinem Instrument wunderbar spielt – die Gitarre dabei mit erhobenen Händen über seinen Kopf hält. Das hohe Energieniveau der Band lässt nicht nach. Alle Musiker legen nach und nach ein Solo ein, man spürt diese Bereitschaft, etwas Gutes für das Publikum anzubieten. Weitere Hits, die die meisten kennen und genießen konnten waren „Little red Rooster“, „Sweet Virginia“ und „Route 66“.

Mit „Honky Tonk Woman“ ist das eigentliche Konzert beendet. Mit der Zugabe „Satisfaction“ ist dann wirklich Schluss. Wir gehen bereichert nachhause, sagen nicht nur „Danke schön“, sondern fallen dem Sänger Axel Döring „fast“ um den  Hals. „Ach, bitte, kommen Sie doch alle bald wieder.”


WorringenPur.de/17.06.2017
Bericht & Fotos: Elisabeth Pieper-Jannicke
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski