Heimatarchiv Mitgliederversammlung
Archivräumlichkeiten bis 2024 gesichert

Köln-Worringen
Der rührige Vorstand um “Jupp” Heinz hatte zur Mitgliederversammlung geladen und 19 von 105 Mitgliedern ließen sich die Teilnahme nicht entgehen und lauschten gebannt den Ausführungen des Vereinsvorstandes. Hier bedauerte Jupp Heinz zunächst den leichten Mitgliederrückgang und bat um Werbung neuer Mitglieder, die auch gerne ein paar Jahre jünger sein dürfen. Ein Wunsch, den man versteht, wenn man weiß, dass der Großteil der Mitglieder bereits älter als 75 Jahre alt ist.

Heinz berichtete von zahlreichen Veranstaltungen, Ortsführungen und Ausstellungen, die sich bei der Worringer Bevölkerung großer Beliebtheit erfreuen. Rückgängig sind allerdings die Besuche im Archiv selbst, die mittwochs von 17.00 bis 19.00 Uhr oder nach Vereinbarung, auch zu


v. li.: Schriftführer Heinz Boes, Kassierer Dieter Engels, Vorsitzender Hans-Josef Heinz, Geschäftsführer Jürgen Lange

sonstigen Zeiten möglich sind. Für die Zukunft sind erneut Ausstellungen und externe Vorführungen, wie zum Beispiel im Elisabeth-von-Thüringen-Haus, geplant. Auch dass mittlerweile Kindergartengruppen das Heimatarchiv besuchen, wurde vom Vorstand mit Freude aufgenommen.

Neu ist derzeit eine Ausstellung in einem Teilbereich des Archivs über sakrale Gegenstände und im November ist eine Ausstellung zu dem im Jahre 1906 in Worringen geborenen Priester Josef Marxen zum Thema „1.200 Jahre Kirche Christi in Worringen“ geplant. Josef Marxen ging 1936 als Priester nach Albanien und wurde dort aufgrund seiner Glaubenszugehörigkeit 1946 in einem Wald bei Tirana erschossen. Verbunden wird die Ausstellung mit einem ökumenischen Gottesdienst.

Überraschend gut verlief der Verkauf von Broschüren und Hefte, die über das Leben in Worringen oder deren Bürger berichten. „Das zeigt, dass sich der Worringer Bürger doch sehr für seinen Heimatort und dessen Geschichte interessiert“ kommentierte Heinz diese für den Verein positive Entwicklung. Das Verwaltungstechnische betreffend, beklagte Jupp Heinz den immer höher werdenden Zeitaufwand für Dinge, die nicht zur eigentlichen Arbeit im Archiv gehören. Hier gehen viele Stunden verloren, die man lieber nutzen würde, um sich um die Arbeit vor Ort zu kümmern.
Hierzu gehören auch Dinge wie die neue Satzung und jedwede Verwaltungsarbeit. Mit Zufriedenheit wurde festgestellt, dass der Mietvertrag bis zum Jahre 2024 verlängert wurde, was dem Verein auch Planungssicherheit für die nächsten 6 Jahre gibt.

Die Finanzen des Vereins stehen auf gesunden Füßen und die Kassenprüfer bescheinigten dem Kassierer Dieter Engels eine einwandfreie Kassenführung. Für den ausscheidenden Kassenprüfer Paul Junker wurde Thomas Büchel als Kassenprüfer gewählt. Jupp Heinz dankte seinem Vorstandskollegen Jürgen Lange, der gemeinsam mit Walter Bröder, neben der Arbeit im Archiv selbst, viel Zeit für die Homepage aufbringen musste, da die Website des Vereins gehackt wurde und ein kompletter Neuaufbau vollzogen werden musste. Auch Manfred Schmidt, der für die Archivierung von rund 10.000 Dokumenten verantwortlich zeichnet, galt sein Dank.

Abschließend wurde auf die kommenden Vortragabende hingewiesen, die unter dem Motto „Fröher wor alles anders“ am 23. und 24. März im Sankt-Tönnis-Haus durchgeführt werden. Heinz dankte allen Anwesenden und bat um Werbung neuer Mitglieder und rege Teilnahme an den Veranstaltungen und Führungen.


WorringenPur.de/16.03.2018
Bericht & Foto: Jakob Mildenberg
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski