1001 Nacht
erobert das Vereinshaus
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Köln-Worringen
Am 20. und 21. Mai 2017 führte die Dramatische Vereinigung e.V. Köln Worringen ihr aktuelles Familienstück auf. Einen Paukenschlag gab es bereits zu Beginn: Ein echter Zauberer, verkleidet als Großwesir Salazar (Nicolai Hofmann), ließ eine Kugel schweben und verschwinden. Im Verlauf des Stücks erwies er sich nicht nur als Mann der Magie, sondern auch als Widersacher der Hauptperson: Die junge Fatima (Melina Hempelmann) ist eine Expertin der Märchen aus 1001 Nacht und erhielt deshalb vom Sultan (Hans-Josef Dittebrand) die Aufgabe, Aladins Wunderlampe zu suchen.

Diese Aufgabe musste sie aber nicht allein bewältigen: Begleitet wurde sie von ihrem blauen Flaschengeist (Sabine Küpper) und dem zunächst ziemlich arroganten und reichlich desinteressierten Prinzen Rasul Ibn Harun Al Raschid (Thomas Reisle). Schließlich stieß auch noch ein ängstlicher Löwe (Lucia Hartung) dazu und half dem Trio, sich gegen eine wilde Räuberbande zu behaupten. Um die Wunderlampe zu erhalten, mussten die Freunde vier Rätsel lösen und konnten zum guten Schluss erfolgreich nach Hause zurückkehren.

Die Familienstücke der Dramatischen Vereinigung zeichnen sich vor allem durch die zahlreichen minderjährigen Akteure aus. Die Hauptperson der Fatima wurde von der

14-jährigen Melina Hempelmann dargestellt, die seit mehreren Jahren aktiv auf der Bühne steht: „Ich fand es toll, dass ich diese Jahr die Möglichkeit hatte, eine so große Rolle zu spielen. Ich musste ziemlich viel Text lernen. Aber es macht wirklich Spaß, eine Szene immer wieder neu auszuprobieren und so lange zu feilen, bis sie sitzt und auch lustig ist.“
Zu lachen gab es für die kleinen und auch die zahlreichen großen Besucher einiges: Beispielsweise über den Prinzen, der mit seinem Kopfhörer so laut Musik hört, dass er die Ansagen seines Vaters völlig ignoriert. Oder über die wilden Räuber (Tobias Fink, Pia Otten, Carla Gutwill, Alison Kachel), die mit ihrem Anführer Abbas (Marcel Fink) einen Überfall planen, der allerdings für sie unerwartet endet.

Nadine Verbücheln und Bernd Jansen haben erstmalig Regie geführt: „Es ist wirklich eine riesen Herausforderung, mit den Schauspielern zu arbeiten und gleichzeitig noch das schöne bunte Bühnenbild und die ganzen Kostüme zu planen. Wir sind sehr froh, dass es im Verein so viele engagierte Mitstreiter gibt, die alle das eine Ziel haben: Eine schöne und gelungene Aufführung mit vielen glücklichen Kindern.“
Dabei wurde auch an die Bewohner des Flüchtlingsheims in Worringen gedacht: Sie erhielten Freikarten, um den Kindern den Besuch der Aufführung zu ermöglichen. Das jährliche Familienstück wurde erstmalig in das Frühjahr verlegt. „Diese Verlegung war der Situation geschuldet, dass die Probezeit im Winter oft ziemlich begrenzt war. Für dieses Stück stand mehr Zeit zur Verfügung. Wir werden jetzt die Erfahrungen diskutieren und sehen, wie wir das nächste Familienstück planen werden“ so Sabine Küpper, die Vorsitzende der Dramatischen Vereinigung.

Die Vorbereitungen für das Sommerstück laufen bereits auf Hochtouren: Premiere ist am 30. September 2017 mit dem Stück „Doppelt leben hält besser“ von Ray Cooney.


WorringenPur.de/23.05.2017
Bericht & Fotos: Dramatische Vereinigung
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski